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Katholischer Gesellenverein Hamm: Unterschied zwischen den Versionen

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Im Sommer 1934 gab die Theaterabteilung das plattdeutsche Stück „De Weitkämpers“. Hier gab es die ersten größeren Schwierigkeiten zu überwinden. Zunächst einmal musste von den neuen Inhabern der Staatsgewalt die Genehmigung eingeholt werden, das Stück öffentlich aufführen zu dürfen. Als dieses mit List und Tücke erreicht war, verbot man den Gesellen, durch Plakataushang auf die Aufführung aufmerksam zu machen.
Im Sommer 1934 gab die Theaterabteilung das plattdeutsche Stück „De Weitkämpers“. Hier gab es die ersten größeren Schwierigkeiten zu überwinden. Zunächst einmal musste von den neuen Inhabern der Staatsgewalt die Genehmigung eingeholt werden, das Stück öffentlich aufführen zu dürfen. Als dieses mit List und Tücke erreicht war, verbot man den Gesellen, durch Plakataushang auf die Aufführung aufmerksam zu machen.


An jedem  Versammlungsabend wareinen Beauftragten der Gestapo zur Stelle und jedes Wort, das gesprochen wurde, musste wohl bedacht werden. Unbedachtsamkeit hätte bewirken können, dass mit einem Federstrich der Kolpingverein der Auflösung und Beschlagnahme des Vermögens ausgeliefert worden wäre. Das Intrigenspiel nationalsozialistischer Führung, die zwar einen Gesellentag in München im Jahre 1933 genehmigte, tausende Gesellen mit ihren Kolpingsbannern zureisen und aufmarschieren ließ, dann aber vor Ablauf der Festtage die Genehmigung zurückzog, Banner einrollen und Gesellen vorzeitig abreisen ließ, mit der Begründung, die kochende Volksseele Münchens hätte Front gemacht gegen solchen konfessionellen Aufmarsch, setzte dem Kolpingverein auch in Hamm bald zu. So setzte Herr Ley, nationalsozialistischer Arbeitsfrontführer, eine Verordnung um, nach der es Mitgliedern der Arbeitsfront verboten war, dem katholischen Gesellenverein bzw. dem Kolpingswerk anzugehören. Zu Beginn dieser Epoche zählte die Kolpingfamilie Hamm 296 aktive Gesellen, 15 provisorische Mitglieder und 420 Ehrenmitglieder, wie sei damals noch hießen.
An jedem  Versammlungsabend war ein Beauftragter der Gestapo zur Stelle und jedes Wort, das gesprochen wurde, musste wohl bedacht werden. Unbedachtsamkeit hätte bewirken können, dass mit einem Federstrich der Kolpingverein der Auflösung und Beschlagnahme des Vermögens ausgeliefert worden wäre. Das Intrigenspiel nationalsozialistischer Führung, die zwar einen Gesellentag in München im Jahre 1933 genehmigte, tausende Gesellen mit ihren Kolpingsbannern zureisen und aufmarschieren ließ, dann aber vor Ablauf der Festtage die Genehmigung zurückzog, Banner einrollen und Gesellen vorzeitig abreisen ließ, mit der Begründung, die kochende Volksseele Münchens hätte Front gemacht gegen solchen konfessionellen Aufmarsch, setzte dem Kolpingverein auch in Hamm bald zu. So setzte Herr Ley, nationalsozialistischer Arbeitsfrontführer, eine Verordnung um, nach der es Mitgliedern der Arbeitsfront verboten war, dem katholischen Gesellenverein bzw. dem Kolpingswerk anzugehören. Zu Beginn dieser Epoche zählte die Kolpingfamilie Hamm 296 aktive Gesellen, 15 provisorische Mitglieder und 420 Ehrenmitglieder, wie sei damals noch hießen.
 
Doch langsam und stetig wuchs bei uns die Zahl der Austrittserklärungen. Der Stamm alter Handwerkstradition konnte am 14. und 15. Oktober 1934 das 75. Stiftungsfest der Kolpingsfamilie Hamm unter der Devise „Gott und Volk, Volk und Stand, Stand und Staat“ feiern. Am 3. Dezember 1934 wurde in Hamm die Altkolping-Gruppe auf den Plan gerufen, deren ersten Altsenior Willi Mittler wurde.
 
Das Jahr 1935 brachte das Verbot der Fachabteilungsarbeit durch die Nationalsozialisten. Somit war das Betätigungsfeld der Kolpingfamilie auf das rein Kirchliche beschränkt. Deshalb wurden für die Folgezeit die Versammlungen auch rein kirchlich aufgezogen, zumal sich auch keine Referenten mehr fanden. Die Austrittserklärungen häuften sich. Es meldeten sich in der Zeit von 1933 bis 1945 insgesamt 94 aktive und 133 Ehrenmitglieder aus der Kolpingfamilie ab, Abgänge durch Tod, Umzug sind dabei nicht mitgerechnet.


== Historische Bilder ==
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