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Die Männer jüdischen Glaubens aus Hamm wurden größtenteils verhaftet und für bis zu einer Woche im Polizeigefängnis in Hamm festgehalten. 15 Männer wurden sogar für 3 Monate in Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt. <ref> vgl. Diethard Aschoff: Hamm. In: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg. Hrsg. v. Frank Göttmann. E-Book: Münster 2021. S. 398 </ref> | Die Männer jüdischen Glaubens aus Hamm wurden größtenteils verhaftet und für bis zu einer Woche im Polizeigefängnis in Hamm festgehalten. 15 Männer wurden sogar für 3 Monate in Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt. <ref> vgl. Diethard Aschoff: Hamm. In: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg. Hrsg. v. Frank Göttmann. E-Book: Münster 2021. S. 398 </ref> | ||
=== Die sogenannte „Arisierung“ in Hamm === | |||
Der systematisch betriebene und erzwungene Verkauf von Firmen, Betrieben, Geschäften, Grundstücken und Häusern jüdischer Kaufleute an nichtjüdische Kaufleute wurde unter dem Titel „Arisierung“ rassistisch verbrämt von den Nationalsozialisten auch in Hamm betrieben. <ref> vgl. Diethard Aschoff: Hamm. In: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg. Hrsg. v. Frank Göttmann. E-Book: Münster 2021. S. 398 </ref> | |||
Bekannt ist diese von der Gau-Wirtschaftsberatungsstelle der NSDAP in Bochum für Hamm vorangetriebene Enteignung jüdischer Kaufmannsfamilien für folgende Firmen:<ref> vgl. Diethard Aschoff: Hamm. In: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg. Hrsg. v. Frank Göttmann. E-Book: Münster 2021. S. 398 </ref> | |||
* die Lack- und Farbenhandlung Gustav Heymann | |||
* der Holzhandel Hugo Lindemeyer | |||
* das Haushaltswarengeschäft Meyberg und Kulb | |||
* das Modehaus Gumpert | |||
* das Eisen- und Haushaltswarengeschäft Samson (verpachtet im April 1938, „arisiert“ im September 1938) | |||
* die Kolonialwarenhandlung Falk | |||
* die Linoleumfabrik Berla | |||
* das Kaufhaus [[Gebrüder Alsberg]] | |||
=== Deportation und Vernichtung === | === Deportation und Vernichtung === |