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Im 18. Jahrhundert trug die Aufwertung der Stadt Hamm dazu bei, dass die jüdische Gemeinde durch die kaufmännische Tätigkeit ihrer Mitglieder eine Blütezeit erlebte. Die notwendigen Mittel für ein dauerhaftes Niederlassungsrecht des zweiten Kindes - das erste übernahm das Recht vom Vater - konnte sich einzig der in Hamm ansässige Kaufmann Levi Elias in den Jahren zwischen 1764 und 1768 aufbringen. <ref> vgl. Diethard Aschoff: Hamm. In: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg. Hrsg. v. Frank Göttmann. E-Book: Münster 2021. S. 394 </ref> Mehrere Familien konnten in Hamm Häuser von bedeutendem Wert erwerben. Das Judenregister von 1748 weist für Hamm Häuser mit einem Wert von über 1000 Reichstalern für die Familienvorstände Marcus Horn, Philipp Marcus Horn und Marcus Hertz aus. Und die Kaufleute Philipp Jordan und Elias Marcus besaßen Häuser, die mit mehr als 800 Reichstaler Wert veranschlagt wurden. <ref> vgl. Diethard Aschoff: Hamm. In: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg. Hrsg. v. Frank Göttmann. E-Book: Münster 2021. S. 394 </ref> | Im 18. Jahrhundert trug die Aufwertung der Stadt Hamm dazu bei, dass die jüdische Gemeinde durch die kaufmännische Tätigkeit ihrer Mitglieder eine Blütezeit erlebte. Die notwendigen Mittel für ein dauerhaftes Niederlassungsrecht des zweiten Kindes - das erste übernahm das Recht vom Vater - konnte sich einzig der in Hamm ansässige Kaufmann Levi Elias in den Jahren zwischen 1764 und 1768 aufbringen. <ref> vgl. Diethard Aschoff: Hamm. In: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg. Hrsg. v. Frank Göttmann. E-Book: Münster 2021. S. 394 </ref> Mehrere Familien konnten in Hamm Häuser von bedeutendem Wert erwerben. Das Judenregister von 1748 weist für Hamm Häuser mit einem Wert von über 1000 Reichstalern für die Familienvorstände Marcus Horn, Philipp Marcus Horn und Marcus Hertz aus. Und die Kaufleute Philipp Jordan und Elias Marcus besaßen Häuser, die mit mehr als 800 Reichstaler Wert veranschlagt wurden. <ref> vgl. Diethard Aschoff: Hamm. In: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg. Hrsg. v. Frank Göttmann. E-Book: Münster 2021. S. 394 </ref> | ||
Im Jahr 1754 lässt sich [[Anschel Hertz]] in Hamm nieder. Er schafft es in den 60er Jahren des 18. Jahrhunderts, durch Getreideimporte aus den Niederlanden die notleidende Bevölkerung der Stadt zu versorgen. <ref> vgl. Diethard Aschoff: Hamm. In: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg. Hrsg. v. Frank Göttmann. E-Book: Münster 2021. S. 394 </ref> Hertz wird zudem zum Förderer von Wissenschaft und Kultur, insbesondere durch die Unterstützung für seinen Neffen [[Alexander Haindorf]]. | |||
Joseph Gerson erhält 1775 das recht zur Niederlassung in Hamm. Die Familie Gerson wird in Hamm erfolgreich unternehmerisch tätig. <ref> vgl. Diethard Aschoff: Hamm. In: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg. Hrsg. v. Frank Göttmann. E-Book: Münster 2021. S. 394 </ref> Das spätere Bankhaus Gerson wird der Vorläufer der Deutschen Bank in Hamm. | |||
== Von 1806 bis 1933 == | == Von 1806 bis 1933 == | ||