ACHTUNG! Wegen der Umstellung auf eine neue Software-Version wird das HammWiki am Freitag und Samstag (22./23. August 2025) zeitweilig nur lesend zur Verfügung stehen.

Juden in Hamm: Unterschied zwischen den Versionen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
1.154 Bytes hinzugefügt ,  19. März 2022
Zeile 45: Zeile 45:


Tatsächlich kamen erst mit den nahenden Ende des 30-jährigen Kriegs wieder Juden nach Hamm. Die Stadt stellte 1643 einen Geleitbrief für die Brüder Salomon und Simon Nathan aus. Sie erhielten eine Aufenthaltsrecht in der Stadt auf 10 Jahre und mussten dafür 30 Reichstaler pro Jahr zahlen. Im Jahr 1644 folgte den Brüdern ihr Vater Nathan Simon aus Werne nach. Diesmal stellte der Kurfürst von Brandenburg den Geleitbrief für 10 Jahre aus. Ab 1650 war des den Städten Soest und Hamm ausdrücklich verboten, eigenständig Geleitbriefe für die jüdische Bevölkerung auszustellen. Nach Ablauf der 10 Jahre Geleit durch den Kurfürsten wurde den drei Hammer Juden Nathan Simon, Salomon Nathan und Simon Nathan erneut ein entsprechender Schutzbrief über weiter 10 Jahre gewährt. Sie mussten nun jeweils 8 Goldgulden Jahrestribut leisten. <ref> vgl. Diethard Aschoff: Hamm. In: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg. Hrsg. v. Frank Göttmann. E-Book: Münster 2021. S. 393 </ref>
Tatsächlich kamen erst mit den nahenden Ende des 30-jährigen Kriegs wieder Juden nach Hamm. Die Stadt stellte 1643 einen Geleitbrief für die Brüder Salomon und Simon Nathan aus. Sie erhielten eine Aufenthaltsrecht in der Stadt auf 10 Jahre und mussten dafür 30 Reichstaler pro Jahr zahlen. Im Jahr 1644 folgte den Brüdern ihr Vater Nathan Simon aus Werne nach. Diesmal stellte der Kurfürst von Brandenburg den Geleitbrief für 10 Jahre aus. Ab 1650 war des den Städten Soest und Hamm ausdrücklich verboten, eigenständig Geleitbriefe für die jüdische Bevölkerung auszustellen. Nach Ablauf der 10 Jahre Geleit durch den Kurfürsten wurde den drei Hammer Juden Nathan Simon, Salomon Nathan und Simon Nathan erneut ein entsprechender Schutzbrief über weiter 10 Jahre gewährt. Sie mussten nun jeweils 8 Goldgulden Jahrestribut leisten. <ref> vgl. Diethard Aschoff: Hamm. In: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg. Hrsg. v. Frank Göttmann. E-Book: Münster 2021. S. 393 </ref>
Ab 1656 wurde das Geleit für die jüdischen Familien in Hamm durch ein klevisch-märkisches Sammelgeleit gewährleistet, das auf 15 Jahre gewährt wurde. Im Jahr 1661 wurden für das Sammelgeleit vier Hammer Familien genannt. Die Familienoberhäupter waren Salomon Nathan, Simon Nathan, Simon Salomon und Simon. Die Hammer Juden waren nicht unvermögend, zahlten sie doch nach den Soester Juden die größten Tribute mit jeweils 8 Reichstalern jährlich. <ref> vgl. Diethard Aschoff: Hamm. In: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg. Hrsg. v. Frank Göttmann. E-Book: Münster 2021. S. 393-394 </ref>
Für das Jahr 1661 ist erstmals ein Jude für Rhynern nachweisbar. Joseph Levyn zahlte allerdings nur 1 1/2 Reichtaler für das Geleit, war also deutlich ärmer als die Juden in der Stadt Hamm. <ref> vgl. Diethard Aschoff: Hamm. In: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg. Hrsg. v. Frank Göttmann. E-Book: Münster 2021. S. 394 </ref>


== Von 1806 bis 1933 ==
== Von 1806 bis 1933 ==
78.624

Bearbeitungen

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung von HammWiki. Durch die Nutzung von HammWiki erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies speichern.

Navigationsmenü