Pelkum: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Pelkum''' ist ein [[Stadtbezirke|Stadtbezirk]] von [[Hamm]]. Der Bezirk hat 18.727 Einwohner und umfasst eine Fläche von 30,19 km². Dies entspricht einer Einwohnerdichte von 620 Einwohnern je km².
'''Pelkum''' ist ein [[Stadtbezirke|Stadtbezirk]] von [[Hamm]]. Der Bezirk hat 19.658 Einwohner (Stand: 2021) und umfasst eine Fläche von 30,19 km².


== Geographische Lage ==
== Geographische Lage ==
Pelkum liegt im Herzen Westfalens auf der Südseite der [[Lippe]]. Das Gebiet des Stadtbezirks wird begrenzt durch die Stadtbezirke [[Herringen]] und [[Mitte]] im Norden sowie [[Rhynern]] im Osten. Im Süden schließt sich die Gemeinde Bönen an, im Westen die Städte Kamen und Bergkamen.
Pelkum liegt im Herzen Westfalens auf der Südseite der [[Lippe]]. Das Gebiet des Stadtbezirks wird begrenzt durch die Stadtbezirke [[Herringen]] und [[Mitte]] im Norden sowie [[Rhynern]] im Osten. Im Süden schließt sich die Gemeinde Bönen an, im Westen die Städte Kamen und Bergkamen.


== Geschichte ==
== Geschichte ==
Pelkum ging aus dem Schulzenhof der Abtei Deutz (Köln-Deutz) hervor. Pelkum wurde erstmalig 1003 urkundlich erwähnt, Historiker gehen aber davon aus, dass der Ort bereits früher existierte. Mit der preußischen Verwaltungsreform von [[1753]] gelangte das Dorf Pelkum, das [[1807]] aus 97 Häusern, einer [[Jakobuskirche|reformierten Kirche]] und einer Elementarschule bestand, zum Amt Hamm, ab [[1808]] zum Großherzogtum Berg, das eine Verwaltung nach französischen Muster einführte. Die [[Munizipalität Pelkum]] war dabei Teil des [[Kanton Hamm|Kantons Hamm]].  
Pelkum ging aus dem Schulzenhof der Abtei Deutz (Köln-Deutz) hervor. Pelkum wurde erstmalig 1003 urkundlich erwähnt, Historiker gehen aber davon aus, dass der Ort bereits früher existierte. Mit der preußischen Verwaltungsreform von [[1753]] gelangte das Dorf Pelkum, das [[1807]] aus 97 Häusern, einer [[Jakobuskirche|reformierten Kirche]] und einer Elementarschule bestand, zum Amt Hamm, ab [[1808]] zum Großherzogtum Berg, das eine Verwaltung nach französischen Muster einführte. Die [[Munizipalität Pelkum]] war dabei Teil des [[Kanton Hamm|Kantons Hamm]].  


=== 19. Jahrhundert ===
=== 19. Jahrhundert ===
Auch nach der Rückkehr zu Preußen wurde zunächst die Kommunalordnung des Großherzogtums Berg beibehalten. Von [[1817]] bis [[1843]] war [[Karl Otto Opderbeck]] Bürgermeister. Erst 1843 wurde im [[Kreis Hamm]] die preußische Gemeindeordnung in Kraft gesetzt und das Amt Pelkum geschaffen. Dieses Amt Pelkum umfasste [[Herringen]] (heute ebenfalls Stadtbezirk von Hamm), Bergkamen (heute Stadt), Bönen, Heil, Overberge und Rünthe und zählte [[1876]] 6424 Einwohner.<ref>''Adreß-Buch für den Regierungs-Bezirk Arnsberg 1877'', Arnsberg 1876, S. 35.</ref> Damit war es zeitweilig flächenmäßig das größte Amt in der Provinz Westfalen. Das Amt wies seit der Zeit seiner Entstehung verschiedene Dienstsitze auf, bevor ab [[1906]] das Amtshaus bezogen wurde.
Auch nach der Rückkehr zu Preußen wurde zunächst die Kommunalordnung des Großherzogtums Berg beibehalten. Von [[1817]] bis [[1843]] war [[Karl Otto Opderbeck]] Bürgermeister. Erst 1843 wurde im [[Kreis Hamm]] die preußische Gemeindeordnung in Kraft gesetzt und das Amt Pelkum geschaffen. Dieses Amt Pelkum umfasste [[Herringen]] (heute ebenfalls Stadtbezirk von Hamm), Bergkamen (heute Stadt), Bönen, Heil, Overberge und Rünthe und zählte [[1876]] 6424 Einwohner.<ref>''Adreß-Buch für den Regierungs-Bezirk Arnsberg 1877'', Arnsberg 1876, S. 35.</ref> Damit war es zeitweilig flächenmäßig das größte Amt in der Provinz Westfalen. Das Amt wies seit der Zeit seiner Entstehung verschiedene Dienstsitze auf, bevor ab [[1906]] das Amtshaus bezogen wurde.


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=== 20. Jahrhundert ===
=== 20. Jahrhundert ===
[[Datei:Pelkum Luftbild 1991.jpg|mini|rechts|Ortskern (Luftbild), 1991<br/>© RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]]]
[[Datei:Pelkum Luftbild 1991.jpg|mini|rechts|Ortskern (Luftbild), 1991<br/>© RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]]]
[[Datei:Selmigerheide 1991.jpg|mini|rechts|Selmigerheide (Luftbild), 1991<br/>© RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]]]
[[Datei:Selmigerheide 1991.jpg|mini|rechts|Selmigerheide (Luftbild), 1991<br/>© RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]]]
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==== Nachnutzung des Bergwerks Ost ====
==== Nachnutzung des Bergwerks Ost ====
Im Zuge der Diskussionen um eine Nachnutzung des Geländes des Bergwerks Ost fasste die Stadt Hamm [[2018]] den Plan zur Errichtung des '''[[Creativrevier Heinrich-Robert|Creativreviers Heinrich-Robert]]'''. Das Zechengelände soll diesen Plänen zufolge, nach Abschluss der Bodensanierung und Entlassung aus der Bergaufsicht, mit einem Mix aus Wohnbebauung, Einzelhandel und Gewerbeflächen überplant werden. So entstehen ca. 1000 Wohneinheiten in dem neuen Wohngebiet ''Kissinger Höhe'' und ein Einzelhandelszentrum mit Fachmärkten am [[Netto]]-Markt [[Kamener Straße]].<ref>[https://www.wa.de/hamm/zeche-war-gestern-so-soll-das-creativrevier-in-hamm-einmal-aussehen-90573826.html Wa.de vom 12.05.2021]</ref> Ferner sollen Kulturveranstaltungen stattfinden. 2016 war das CreativRevier bereits Spielort der Kulturveranstaltung ''[[ExtraSchicht]]''.<ref>[https://www.wa.de/hamm/bergwerk-station-extraschicht-2016-6521314.html Wa.de vom 26.06.2016]</ref>.
Im Zuge der Diskussionen um eine Nachnutzung des Geländes des Bergwerks Ost fasste die Stadt Hamm [[2018]] den Plan zur Errichtung des '''[[Creativrevier Heinrich-Robert|Creativreviers Heinrich-Robert]]'''. Das Zechengelände soll diesen Plänen zufolge, nach Abschluss der Bodensanierung und Entlassung aus der Bergaufsicht, mit einem Mix aus Wohnbebauung, Einzelhandel und Gewerbeflächen überplant werden. So entstehen ca. 1000 Wohneinheiten in dem neuen Wohngebiet ''Kissinger Höhe'' und ein Einzelhandelszentrum mit Fachmärkten am [[Netto]]-Markt [[Kamener Straße]].<ref>[https://www.wa.de/hamm/zeche-war-gestern-so-soll-das-creativrevier-in-hamm-einmal-aussehen-90573826.html Wa.de vom 12.05.2021]</ref> Ferner sollen Kulturveranstaltungen stattfinden. 2016 war das CreativRevier bereits Spielort der Kulturveranstaltung ''[[ExtraSchicht]]''.<ref>[https://www.wa.de/hamm/bergwerk-station-extraschicht-2016-6521314.html Wa.de vom 26.06.2016]</ref>.


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! Jahr !! Einwohner
! Jahr !! Einwohner
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== Sehenswürdigkeiten ==
== Sehenswürdigkeiten ==
Das Gebäudeensemble rund um die evangelische [[Jakobuskirche]] hat den ehemals kleinstädtischen Charakter Pelkums bis heute bewahrt. In der Nähe befindet sich der [[Selbachpark]].
Das Gebäudeensemble rund um die evangelische [[Jakobuskirche]] hat den ehemals kleinstädtischen Charakter Pelkums bis heute bewahrt. In der Nähe befindet sich der [[Selbachpark]].


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In der Nähe des [[Wiescherbach|Wiescherbachs]] bei Lohauserholz befindet sich der [[Hochzeitswald]].  
In der Nähe des [[Wiescherbach|Wiescherbachs]] bei Lohauserholz befindet sich der [[Hochzeitswald]].  


Seit [[2013]] wurden im Bezirk auf Initiative des Bezirksvorstehers, [[Udo Schulte]], ferner verstärkt öffentliche Kunstwerke gestiftet. Hierzu zählen bislang fünf [[Alltagsmenschen#Alltagsmenschen_im_Hammer_Stadtbild|Alltagsmenschen]] und die [[Kunst-Häuschen]].  
Seit [[2013]] wurden im Bezirk auf Initiative des früheren Bezirksvorstehers, [[Udo Schulte]], ferner verstärkt öffentliche Kunstwerke gestiftet. Hierzu zählen bislang fünf [[Alltagsmenschen#Alltagsmenschen_im_Hammer_Stadtbild|Alltagsmenschen]] und die [[Kunst-Häuschen]].  


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== Verkehr ==
== Verkehr ==
Es besteht Anschluß an das deutsche Autobahnnetz über die Anschlusstellen der [[A1]] [[Anschlussstelle Hamm/Bergkamen]] und der [[A2]] [[Anschlussstelle_Bönen|Bönen/ Hamm-Pelkum]]. Bahnanschluss gibt es über die Haltestelle Bönen-Altenbögge und den Hauptbahnhof Hamm.
Es besteht Anschluß an das deutsche Autobahnnetz über die Anschlusstellen der [[A1]] [[Anschlussstelle Hamm/Bergkamen]] und der [[A2]] [[Anschlussstelle_Bönen|Bönen/ Hamm-Pelkum]]. Bahnanschluss gibt es über die Haltestelle Bönen-Altenbögge und den Hauptbahnhof Hamm.


Nachdem kein Eisenbahn-Haltepunkt mehr existiert, bilden die Linien [[Linie 3|3]] und [[Linie 5|5]] der [[Stadtwerke Hamm]] gegenwärtig das Rückgrat des Verkehrs in die Innenstadt.
Nachdem kein Eisenbahn-Haltepunkt mehr existiert, bilden die Linien [[Linie 3|3]] und [[Linie 5|5]] der [[Stadtwerke Hamm]] gegenwärtig das Rückgrat des Verkehrs in die Innenstadt. Der Verkehr im Stadtteil wird dennoch bis heute durch die Eisenbahn stark beeinflusst. Durch zahlreiche Bahnübergänge bilden sich bisweilen Verkehrsstaus, vor allem vor der Schranke an der [[Eisenbahnstrecke Hamm–Dortmund]] beim Stellwerk ''Selmig'' ([[Wiescherhöfener Straße]]).
 
Der Verkehr im Stadtteil wird dennoch bis heute durch die Eisenbahn stark beeinflusst. Durch zahlreiche Bahnübergänge bilden sich bisweilen Verkehrsstaus, vor allem vor der Schranke an der [[Eisenbahnstrecke Hamm–Dortmund]] beim Stellwerk ''Selmig'' ([[Wiescherhöfener Straße]]).


In den 2010er-Jahren wurden weite Teile der [[Hamm-Osterfelder Bahn]] mit Lärmschutzwänden ausgestattet; im Jahre 2021 auch weite Teile der Eisenbahnstrecke Hamm–Dortmund im Ortsteil Selmigerheide.<ref>[https://www.wa.de/hamm/bahn-baut-200-meter-schallschutz-arbeiten-in-der-selmigerheide-gehen-ende-maerz-weiter-90196058.html Wa.de vom 09.02.2021]</ref>
In den 2010er-Jahren wurden weite Teile der [[Hamm-Osterfelder Bahn]] mit Lärmschutzwänden ausgestattet; im Jahre 2021 auch weite Teile der Eisenbahnstrecke Hamm–Dortmund im Ortsteil Selmigerheide.<ref>[https://www.wa.de/hamm/bahn-baut-200-meter-schallschutz-arbeiten-in-der-selmigerheide-gehen-ende-maerz-weiter-90196058.html Wa.de vom 09.02.2021]</ref>
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=== Zukunftspläne ===
=== Zukunftspläne ===
Perspektivisch ist geplant, die B 63 nach Wiescherhöfen zu verlängern ([[B 63n]]) und so insbesondere den [[Inlogparc]] und den Rangierbahnhof besser zu erschließen.  
Perspektivisch ist geplant, die B 63 nach Wiescherhöfen zu verlängern ([[B 63n]]) und so insbesondere den [[Inlogparc]] und den Rangierbahnhof besser zu erschließen.  


Im Zuge dieser Maßnahme sollten ursprünglich auch die höhengleichen Bahnübergänge [[Wiescherhöfener Straße]], [[Friedhofsweg]] und [[Provinzialstraße]] beseitigt und ggf. ein neuer Eisenbahn-Haltepunkt Selmigerheide eingerichtet werden. Als Ersatz für die Straßenüberführungen sollen eine Unterführung an der Provinzialstraße und eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke am Friedhofsweg erstellt werden. Als Zeitrahmen des Projekts galt zunächst das Jahr 2025. Diese Frist war jedoch nach Berichten des WA aus dem Jahr [[2021]] aufgrund der mangelnden Klarheit über die Errichtung der B 63n bereits nicht mehr zu halten.<ref>[https://www.wa.de/hamm/stau-gau-bahnuebergaenge-in-hamm-vereinbarung-erst-mitte-2022-geduldsprobe-fuer-anwohner-90314178.html Wa.de vom 04.04.2021]</ref> Zunächst galt die Beseitigung der Bahnübergänge aufgrund des geplanten parallelen Verlaufs der B 63n zur Bahntrasse als an das Straßenprojekt gebunden; inzwischen plant die Stadt aber nach Berichten des WA, die Beseitigung der Bahnübergänge vorzuziehen, da sich der Bau der B 63n verzögert.<ref>[https://www.wa.de/hamm/bahnuebergangs-beseitigung-wird-nicht-an-bau-der-63n-geknuepft-91198438.html Wa.de vom 25.12.2021]</ref>
Im Zuge dieser Maßnahme sollten ursprünglich auch die höhengleichen Bahnübergänge [[Wiescherhöfener Straße]], [[Friedhofsweg]] und [[Provinzialstraße]] beseitigt und ggf. ein neuer Eisenbahn-Haltepunkt Selmigerheide eingerichtet werden. Als Ersatz für die Straßenüberführungen sollen eine Unterführung an der Provinzialstraße und eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke am Friedhofsweg erstellt werden. Als Zeitrahmen des Projekts galt zunächst das Jahr 2025. Diese Frist war jedoch nach Berichten des WA aus dem Jahr [[2021]] aufgrund der mangelnden Klarheit über die Errichtung der B 63n bereits nicht mehr zu halten.<ref>[https://www.wa.de/hamm/stau-gau-bahnuebergaenge-in-hamm-vereinbarung-erst-mitte-2022-geduldsprobe-fuer-anwohner-90314178.html Wa.de vom 04.04.2021]</ref> Zunächst galt die Beseitigung der Bahnübergänge aufgrund des geplanten parallelen Verlaufs der B 63n zur Bahntrasse als an das Straßenprojekt gebunden; inzwischen plant die Stadt aber nach Berichten des WA, die Beseitigung der Bahnübergänge vorzuziehen, da sich der Bau der B 63n verzögert.<ref>[https://www.wa.de/hamm/bahnuebergangs-beseitigung-wird-nicht-an-bau-der-63n-geknuepft-91198438.html Wa.de vom 25.12.2021]</ref>
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== Wirtschaft ==
== Wirtschaft ==
[[Datei:Luftbild Riba Verpackungen.jpg|mini|RIBA Verpackungen]]
[[Datei:Luftbild Riba Verpackungen.jpg|mini|RIBA Verpackungen]]
[[Datei:Luftbild Gewerbegebiet Schieferstrasse.jpg|mini|Gewerbegebiet Schieferstraße]]
[[Datei:Luftbild Gewerbegebiet Schieferstrasse.jpg|mini|Gewerbegebiet Schieferstraße]]
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Die Ortsteile [[Weetfeld]], Selmigerheide und Daberg sind bis heute landwirtschaftlich geprägt. Mit den Gewerbegebieten [[Schieferstraße]] (vor allem Handwerk und Handwerkerbedarf), [[Carl-Zeiss-Straße]] (Metallverarbeitung und Handwerk) und insbesondere dem [[Inlogparc]] (Logistik) verfügt der Bezirk dennoch weiterhin über eine nennenswerte Anzahl an Arbeitsplätzen im sekundären und tertiären Sektor.  
Die Ortsteile [[Weetfeld]], Selmigerheide und Daberg sind bis heute landwirtschaftlich geprägt. Mit den Gewerbegebieten [[Schieferstraße]] (vor allem Handwerk und Handwerkerbedarf), [[Carl-Zeiss-Straße]] (Metallverarbeitung und Handwerk) und insbesondere dem [[Inlogparc]] (Logistik) verfügt der Bezirk dennoch weiterhin über eine nennenswerte Anzahl an Arbeitsplätzen im sekundären und tertiären Sektor.  


Zudem liegen weite Teile des [[Rangierbahnhof|Rangierbahnhofs]] im Stadtteil, die jedoch derzeit hauptsächlich zum Stillstandsmanagement der DB gehören. Ursprünglich war geplant, große Teile der nicht mehr benötigten Bahnanlagen zu entwidmen und einer städtebaulichen Nachnutzung zuzuführen, beispielsweise der Bebauung mit Gewerbe- und Wohnflächen. Am [[1. Oktober]] [[2021]] verkündeten Deutsche Bahn, Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und das Rathaus jedoch eine Absichtserklärung, der zufolge der Rangierbahnhof bis 2028 zum „Multi-Hub Westfalen“, einem Güterdrehkreuz zwischen Schiene, Straße und Wasserwegen, umgebaut werden soll. Für die Durchführung des Projekts soll eine Summe von 300-350 Millionen Euro in die Hand genommen werden. Als Voraussetzung gilt die Errichtung der Straße B63n.<ref>[https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/hamm-wird-logistik-drehscheibe-aus-rangierbahnhof-wird-fuer-viele-millionen-euro-multi-hub-91026906.html Wa.de vom 1. Oktober 2021]</ref>
Zudem liegen weite Teile des [[Rangierbahnhof|Rangierbahnhofs]] im Stadtteil, die jedoch derzeit hauptsächlich zum Stillstandsmanagement der DB gehören. Ursprünglich war geplant, große Teile der nicht mehr benötigten Bahnanlagen zu entwidmen und einer städtebaulichen Nachnutzung zuzuführen, beispielsweise der Bebauung mit Gewerbe- und Wohnflächen. Am [[1. Oktober]] [[2021]] verkündeten Deutsche Bahn, Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und das Rathaus jedoch eine Absichtserklärung, der zufolge der Rangierbahnhof bis 2028 zum „Multi-Hub Westfalen“, einem Güterdrehkreuz zwischen Schiene, Straße und Wasserwegen, umgebaut werden soll. Für die Durchführung des Projekts soll eine Summe von 300 bis 350 Millionen Euro in die Hand genommen werden. Als Voraussetzung gilt die Errichtung der Straße [[B 63n]].<ref>[https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/hamm-wird-logistik-drehscheibe-aus-rangierbahnhof-wird-fuer-viele-millionen-euro-multi-hub-91026906.html Wa.de vom 1. Oktober 2021]</ref>


Die folgenden '''Arbeitgeber''' zählen zu den bekannteren Unternehmen aus dem Bezirk:
Die folgenden '''Arbeitgeber''' zählen zu den bekannteren Unternehmen aus dem Bezirk:
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== Öffentliche Einrichtungen ==
== Öffentliche Einrichtungen ==
[[Datei:Bürgeramt Pelkum.jpg|mini|rechts|Amtshaus]]
[[Datei:Bürgeramt Pelkum.jpg|mini|rechts|Amtshaus]]


Die wichtigste Einrichtung ist das [[Bürgeramt]] Pelkum (im alten Amtshaus). Es enthält u. a. die Melde- und Kfz-Zulassungsstelle und stellt amtliche Dokumente (bspw. Ausweis und Pass) aus.
Die wichtigste Einrichtung ist das [[Bürgeramt]] Pelkum (im alten Amtshaus). Es enthält u. a. die Melde- und Kfz-Zulassungsstelle und stellt amtliche Dokumente (bspw. Ausweis und Pass) aus.


Im [[Selbachpark]] gibt es verschiedene Sportplätze (nicht öffentlich), Minigolf sowie Wander- und Joggingpfade. Dort liegt auch das [[Freibad Selbachpark]] (Wellenbecken, 50 m Sportbecken, 3/5/10 m-Sprungtürme, Kinder-Planschbecken). Ebenso zum Wandern laden die ehemaligen Halden der Zeche ein, vgl. Sehenswürdigkeiten.
Im [[Selbachpark]] gibt es Sportplätze für Fußball und Tennis (nicht öffentlich), Minigolf sowie Wander- und Joggingpfade. Dort liegt auch das [[Freibad Selbachpark]] (Wellenbecken, 50 m Sportbecken, 3/5/10 m-Sprungtürme, Kinder-Planschbecken). Ebenso zum Wandern laden die ehemaligen Halden der Zeche ein, vgl. Sehenswürdigkeiten.


Bei der Zechensiedlung liegt das [[Jugendzentrum Casino]].
Bei der Zechensiedlung liegt das [[Jugendzentrum Casino]].
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== Politik ==
== Politik ==
=== Bisherige Bezirksvorsteher / Bezirksbürgermeister===
=== Bisherige Bezirksvorsteher / Bezirksbürgermeister===
* 1975–1978: [[Walter Cryns]] ([[SPD]])
* 1975–1978: [[Walter Cryns]] ([[SPD]])
* 1978–1989: [[Heinz Bülling]] (SPD)
* 1978–1989: [[Heinz Bülling]] (SPD)
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=== Katholische Kirche ===
=== Katholische Kirche ===
Die '''katholische Kirche''' im Bezirk ist im [[Pastoralverbund Hamm-Westen|Pastoralverbund Hamm-Mitte-Westen]] organisiert und unterhält folgende Einrichtungen:  
Die '''katholische Kirche''' im Bezirk ist im [[Pastoralverbund Hamm-Westen|Pastoralverbund Hamm-Mitte-Westen]] organisiert und unterhält folgende Einrichtungen:  


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*[[Kindergarten St. Barbara]] (Ortskern)
*[[Kindergarten St. Barbara]] (Ortskern)
*[[Kita St. Paulus]] (Lohauserholz)
*[[Kita St. Paulus]] (Lohauserholz)
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Datei:St Marien Pelkum.jpeg|St.-Marien Pelkum
Datei:St Marien Pelkum.jpeg|St.-Marien Pelkum
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=== Sonstige Bekenntnisse ===
=== Sonstige Bekenntnisse ===
Die Neuapostolische Kirche ist an der Großen Werlstraße 35 zu finden.
Die [[Neuapostolische Kirche]] ist an der [[Große Werlstraße|Großen Werlstraße]] 35 zu finden.


Daneben haben muslimische Glaubensgemeinschaften ihre Moscheen und Gemeindehäuser bei der [[Zechensiedlung]] eingerichtet. Größere Gotteshäuser sind jedoch nicht geschaffen worden.
Daneben haben muslimische Glaubensgemeinschaften ihre Moscheen und Gemeindehäuser bei der [[Zechensiedlung]] eingerichtet. Größere Gotteshäuser sind jedoch nicht geschaffen worden.
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== Anmerkungen ==
== Anmerkungen ==
<references/>
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[[Kategorie:Stadtbezirke]]
[[Kategorie:Stadtbezirke]]