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Marktplatz 15a: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Haus am Marktplatz 15a ist eine Hausstätte, die für ihre (in jüngerer Zeit) wechselvolle Geschichte als Gastronomiestandort bekannt ist.  
Das Haus am '''Marktplatz 15a''' ist eine Hausstätte, die für ihre wechselvolle Geschichte als Gastronomiestandort seit dem frühen 18. Jahrhundert bekannt ist. Zusammen mit dem [[Weststraße 4|Stadtweinhaus]] an der Weststraße 4 und dem [[Martin-Luther-Straße 2|Keutkeller]] an der Martin-Luther-Straße 2 wird somit die zentrale Bedeutung des Marktplatzes für das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben Hamms deutlich.


== Geschichte der Hausstätte ==
== Geschichte der Hausstätte ==
Die heutige Adresse [[Marktplatz]] 15a umfasst drei alte Hausstätten, nämlich Nro 75, Nro 76, Nro 77 in der Nordhofe. Breits 1809 finden wir unter der Doppelnummer Nro 75/76 den '''[[Gasthof zum Grafen von der Mark]]'''. Nach 1842 kaufte Gastwirt Wilhelm Glitz die Nro 77 hinzu. Das um 1890 bekannte Hotel zum Grafen von der Mark bildet diesen Zustand ab. Dieses langgestreckte Gebäude fiel den Bomben des Zweiten Weltkrieges zum Opfer. Zu beachten ist außerdem, das bei der Einführung der heutigen Hausnummern die Adresse Marktplatz 15 war.<ref>Die heutige Adresse Marktplatz 15 umfasst hingegen nur einen geringen Teil, der etwa der alten Nro 75 und einem Teil der alten Nro 74 entspricht.</ref>   
Die heutige Adresse [[Marktplatz]] 15a umfasst drei alte Hausstätten, nämlich Nro 75, Nro 76, Nro 77 in der Nordhofe. 1809 ist der '''[[Gasthof zum Grafen von der Mark]]''' durch eine Geschäfsanzeige belegt (siehe Eigentümer Nro 76). Die Doppelnummer Nro 75/76 selbst kann ab 1824 in den Kirchenbüchern nachgewiesen werden. Nach 1842 kaufte Gastwirt Wilhelm Glitz die Nro 77 hinzu. Das um 1890 bekannte Hotel zum Grafen von der Mark bildet diesen Zustand ab. Dieses langgestreckte Gebäude fiel den Bomben des Zweiten Weltkrieges zum Opfer. Zu beachten ist außerdem, das bei der Einführung der heutigen Hausnummern die Adresse Marktplatz 15 war.<ref>Die heutige Adresse Marktplatz 15 umfasst hingegen nur einen geringen Teil, der etwa der alten Nro 75 und einem Teil der alten Nro 74 entspricht.</ref>   
Bis in die 1960er Jahre befand sich an dieser Stelle der Zeitungsverlag [[Breer & Thiemann]].<ref>[[Hammer Ansichten — einst und heute|Hammer Ansichten — einst und heute]], S. 9</ref>  
Bis in die 1960er Jahre befand sich an dieser Stelle der Zeitungsverlag [[Breer & Thiemann]].<ref>[[Hammer Ansichten — einst und heute|Hammer Ansichten — einst und heute]], S. 9</ref>  


Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde der jetzige Komplex errichtet. Nach [[Breer & Thiemann]] (die weiterhin ein Büro in den oberen Stockwerken unterhielten) war unter dieser Adresse die Hammer [[Commerzbank]]-Filiale ansässig.<ref>[[Hammer Ansichten — einst und heute|Hammer Ansichten — einst und heute]], S. 9.</ref>
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde der jetzige Komplex errichtet. Nach [[Breer & Thiemann]] (die weiterhin ein Büro in den oberen Stockwerken unterhielten) war unter dieser Adresse die Hammer [[Commerzbank]]-Filiale ansässig.<ref>[[Hammer Ansichten — einst und heute|Hammer Ansichten — einst und heute]], S. 9.</ref>


2009 wurde das [[Café Central]] hier eröffnet, womit die Geschichte als gastronomischer Standort begann. Das Café Central hielt sich jedoch nicht einmal über das Jahr 2009 hinaus. Der Nachfolger, das ''[[My Lounge]]'', schloss schon Anfang Dezember [[2010]] und wurde unter einem neuen Betreiber direkt im Anschluss wieder zum ''Café Central''. Anfang [[2011]] wurde das Lokal dann in ''[[Miller's]]'' umgetauft und Mitte April [[2011]] zum wiederholten Male geschlossen.
2009 wurde das [[Café Central]] hier eröffnet, womit die Geschichte als gastronomischer Standort fortgesetzt wurde. Das Café Central hielt sich jedoch nicht einmal über das Jahr 2009 hinaus. Der Nachfolger, das ''[[My Lounge]]'', schloss schon Anfang Dezember [[2010]] und wurde unter einem neuen Betreiber direkt im Anschluss wieder zum ''Café Central''. Anfang [[2011]] wurde das Lokal dann in ''[[Miller's]]'' umgetauft und Mitte April [[2011]] zum wiederholten Male geschlossen.


Ende Oktober 2011 fand eine Wiedereröffnung mit neuem Eigentümer unter dem Namen ''[[Leo's]]'' statt. Auch dieser Betrieb schloss bereits nach etwa einem halben Jahr zum 17. April 2012.
Ende Oktober 2011 fand eine Wiedereröffnung mit neuem Eigentümer unter dem Namen ''[[Leo's]]'' statt. Auch dieser Betrieb schloss bereits nach etwa einem halben Jahr zum 17. April 2012.
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== Eigentümer (Nro 75) ==
== Eigentümer (Nro 75) ==
Nach dem [[Stadtbrände|Stadtbrand]] von 1734 ließ Weinwirt Hermann Wilhelm Gerdes das Haus auf der alten Hausstätte [[Häuserbuch|Nro 75]] in der Nordhofe neu errichten. Die zum Areal zugehörige Scheune auf der Brüderstraße unter der Nro 221½ wurde ebenfalls wieder errichtet.<ref>Diese wurde vor 1886 abgebrochen.</ref> Der Brunnen war 1742 unbeschädigt.  
Nach dem [[Stadtbrände|Stadtbrand]] von 1734 ließ Weinwirt Hermann Wilhelm Gerdes das Haus auf der alten Hausstätte [[Häuserbuch|Nro 75]] in der Nordhofe neu errichten. Die zum Areal zugehörige Scheune auf der Brüderstraße unter der Nro 221½ wurde ebenfalls wieder errichtet.<ref>Diese wurde vor 1886 abgebrochen.</ref> Der Brunnen war 1742 unbeschädigt.  
*[[1693]]/[[1722]]: '''Gerhard von der Marck''' (1656-1706), Apotheker
::: oo 1684  Anna Margaretha von der Hardt († 1728)
*[[1734]]/[[1759]]: '''Hermann Wilhelm Gerdes''' (1689-1759)<ref>Er war der älteste Sohn des Kämmerers Rötger Gerdes († 1705) ([[Nordstraße 11|Nro 197]]).</ref>, Weinwirt (1735), Weinhändler (1736), Provisor der reformierten Pfarrkirche (1721, 1722)
*[[1734]]/[[1759]]: '''Hermann Wilhelm Gerdes''' (1689-1759)<ref>Er war der älteste Sohn des Kämmerers Rötger Gerdes († 1705) ([[Nordstraße 11|Nro 197]]).</ref>, Weinwirt (1735), Weinhändler (1736), Provisor der reformierten Pfarrkirche (1721, 1722)
::: oo 1715 Maria Christina Gahlen<ref> 1715 bezahlte Hermann Wilhelm Gerdes 4 Reichstaler Bürgergeld für die Einbürgerung seine Frau (''seiner Frauen Burger gelt'').</ref>
::: oo 1715 Maria Christina Gahlen<ref> 1715 bezahlte Hermann Wilhelm Gerdes 4 Reichstaler Bürgergeld für die Einbürgerung seine Frau (''seiner Frauen Burger gelt'').</ref>
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::: o/o (= blieb unverheiratet)
::: o/o (= blieb unverheiratet)
*[[1866]]/[[1886]]: '''Richard Glitz''', Gastwirt
*[[1866]]/[[1886]]: '''Richard Glitz''', Gastwirt
__________
*[[1938]]: '''August Thiemann''', Rechtsanwalt {AB 1938 (Nr. 15)}
== Eigentümer (Nro 77) ==
Nach dem [[Stadtbrände|Stadtbrand]] von 1734 ließ Branntweinbrenner Wilhelm Elfferding das Haus auf der alten Hausstätte [[Häuserbuch|Nro 77]] in der Nordhofe neu errichten. Der Brunnen war 1742 unbeschädigt.


* Fortsetzung folgt ...
*[[1722]]/[[1742]]: '''Wilhelm Elfferding''' († 1742), Branntweinbrenner (1735)
::: oo 1709 Anna Christina Landmann († 1742)
*[[1767]]: '''Balthasar Diedrich Becker''' (ca. 1717-1769), Branntweinschenker
::: oo (vor 1754) Anna Christina Elfferding (ca. 1718-1801)
* [[1767]]/[[1770]]: '''Gottfried Elfferding''' (1770 †), Bäcker (→ [[Weststraße 6|Nro 82]])
* [[1770]]/[[1806]]: '''Johann Peter Borberg''', Bäcker (→ [[Weststraße 6|Nro 82]])
* [[1806]]/[[1809]]: '''Erben Johann Peter Borberg''' (= Charlotte Catharina Elisabeth Borberg oo Kaufmann Friedrich Hötte; Maria Christina Borberg)
* [[1809]]<ref> 1809 Kauf für 750 Taler</ref>/[[1842]]: '''Johann Gottfried Elfferding''' (ca. 1762-1810), [[Magistrat|Ratmann]] (belegt: 1798-1810)
::: oo (vor 1798) Dorothea Elisabeth Blum (1842 †) Wwe Feldprediger Barth
*[[1866]]: '''Richard Glitz''', Gastwirt
* nach 1866 siehe Nro 76


== Betreiber (seit 1945) ==
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