Co op: Unterschied zwischen den Versionen

6 Bytes hinzugefügt ,  12. August 2024
K
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 38: Zeile 38:
Unter der Marke co op wurden in Hamm zahlreiche Lebensmittel-SB-Geschäfte, Supermärkte und SB-Verbrauchermärkte betrieben. Hammer Filialen waren ausweislich des [[Adressbuch der Stadt Hamm|Adressbuchs]] Stadt Hamm 1979 mehrheitlich der ''co op Dortmund Konsumgenossenschaft eG'' angeschlossen. Obwohl sich viele der inzwischen als co op firmierenden Konsumgenossenschaften der co op AG angeschlossen hatten, behielt die co op Dortmund ihre Eigenständigkeit. Die Filialen der co op Dortmund Konsumgenossenschaft eG in Hamm sind im Adressbuch teilweise als ''Läden'' durchnummeriert.
Unter der Marke co op wurden in Hamm zahlreiche Lebensmittel-SB-Geschäfte, Supermärkte und SB-Verbrauchermärkte betrieben. Hammer Filialen waren ausweislich des [[Adressbuch der Stadt Hamm|Adressbuchs]] Stadt Hamm 1979 mehrheitlich der ''co op Dortmund Konsumgenossenschaft eG'' angeschlossen. Obwohl sich viele der inzwischen als co op firmierenden Konsumgenossenschaften der co op AG angeschlossen hatten, behielt die co op Dortmund ihre Eigenständigkeit. Die Filialen der co op Dortmund Konsumgenossenschaft eG in Hamm sind im Adressbuch teilweise als ''Läden'' durchnummeriert.


Nachdem von den Unternehmens-Vorständen der co op AG, Bernd Otto, Dieter Hoffmann und Werner Caspar, in den 80er-Jahren in erheblichem Ausmaß Gelder veruntreut wurden (co op-Skandal), geriet die co op AG in finanzielle Schieflage, musste Insolvenz anmelden und wurde in der Folge zerschlagen. Daher schlossen im Nachgang sämtliche Filialen der co op AG deutschlandweit.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Co_op_AG co op AG in: de.wikipedia.org]</ref> Die co op Dortmund war zwischenzeitlich durch Verschmelzung mit der co op Kassel eG gemäß des Verschmelzungsvertrages vom 15. bzw. 20. Mai 1986 in der co op Dortmund-Kassel Konsumgenossenschaft eG aufgegangen und blieb noch bis 1998 im Lebensmitteleinzelhandel aktiv. Nach dem co op-Skandal entschied man sich, den Namen co op abzulegen und firmierte ab Juni 1990 als ''Konsumgenossenschaft Dortmund-Kassel eG''.<ref>Auszug aus dem Genossenschaftsregister – ''CO OP Dortmund Konsumgenosschaft, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht'' (GnR 411, Amtsgericht Dortmund); via [via [https://de.wikipedia.org/wiki/Konsumgenossenschaft%20Dortmund-Kassel Konsumgenossenschaft Dortmund-Kassel in: de.wikipedia.org]</ref> Unrentable Expansionsprojekte in Hamburg und Ostdeutschland stürzten in den 90er-Jahren auch die co op Dortmund-Kassel in eine wirtschaftliche Krise. Am 27. Juni 1998 wurde die Auflösung der Genossenschaft beschlossen, die Unternehmensteile daraufhin zerschlagen. Die Edeka übernahm 177 Standorte, davon 148 Co op-Märkte. Sie wurden bis Juli 1999 komplett auf ''EDEKA aktiv markt'' umgeflaggt, 38 Standorte waren zu diesem Zeitpunkt bereits an selbstständige Kaufleute abgegeben worden.<ref>[https://www1.wdr.de/stichtag/stichtag7596.html „27. Juni 1998 - Auflösung der Coop-Dortmund-Kassel beschlossen“] in: WDR (wdr.de), 27. Juni 2013; via [https://de.wikipedia.org/wiki/Konsumgenossenschaft%20Dortmund-Kassel Konsumgenossenschaft Dortmund-Kassel in: de.wikipedia.org]</ref>
Nachdem von den Unternehmens-Vorständen der co op AG, Bernd Otto, Dieter Hoffmann und Werner Caspar, in den 80er-Jahren in erheblichem Ausmaß Gelder veruntreut wurden (co op-Skandal), geriet die co op AG in finanzielle Schieflage, musste Insolvenz anmelden und wurde in der Folge zerschlagen. Daher schlossen im Nachgang sämtliche Filialen der co op AG deutschlandweit.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Co_op_AG co op AG in: de.wikipedia.org]</ref>  
 
Die co op Dortmund war zwischenzeitlich durch Verschmelzung mit der co op Kassel eG gemäß des Verschmelzungsvertrages vom 15. bzw. 20. Mai 1986 in der ''co op Dortmund-Kassel Konsumgenossenschaft eG'' aufgegangen und blieb noch bis 1998 im Lebensmitteleinzelhandel aktiv. Nach dem co op-Skandal entschied man sich, den Namen co op abzulegen und firmierte ab Juni 1990 als ''Konsumgenossenschaft Dortmund-Kassel eG''.<ref>Auszug aus dem Genossenschaftsregister – ''CO OP Dortmund Konsumgenosschaft, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht'' (GnR 411, Amtsgericht Dortmund); via [via [https://de.wikipedia.org/wiki/Konsumgenossenschaft%20Dortmund-Kassel Konsumgenossenschaft Dortmund-Kassel in: de.wikipedia.org]</ref> Unrentable Expansionsprojekte in Hamburg und Ostdeutschland stürzten in den 90er-Jahren auch die co op Dortmund-Kassel in eine wirtschaftliche Krise. Am 27. Juni 1998 wurde die Auflösung der Genossenschaft beschlossen, die Unternehmensteile daraufhin zerschlagen. [[EDEKA]] übernahm 177 Standorte, davon 148 co op-Märkte. Sie wurden bis Juli 1999 komplett auf ''EDEKA aktiv markt'' umgeflaggt, 38 Standorte waren zu diesem Zeitpunkt bereits an selbstständige Kaufleute abgegeben worden.<ref>[https://www1.wdr.de/stichtag/stichtag7596.html „27. Juni 1998 - Auflösung der Coop-Dortmund-Kassel beschlossen“] in: WDR (wdr.de), 27. Juni 2013; via [https://de.wikipedia.org/wiki/Konsumgenossenschaft%20Dortmund-Kassel Konsumgenossenschaft Dortmund-Kassel in: de.wikipedia.org]</ref>


Viele co op-Filialen, darunter auch einige in Hamm, waren an ihrer zeitgenössischen Waschbeton-Fassade mit Flachdach zu erkennen.
Viele co op-Filialen, darunter auch einige in Hamm, waren an ihrer zeitgenössischen Waschbeton-Fassade mit Flachdach zu erkennen.