Lippepark Hamm: Unterschied zwischen den Versionen

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Die hohen Kosten riefen auch das RTL-Unterhaltungsmagazin „Mario Barth deckt auf“ auf den Plan. In der Sendung vom [[28. Oktober]] [[2015]] kritisierte Sky-Moderatorin Esther Sedlaczek unter anderem eine Marathon-Strecke in Hamm, die über die Lippebrücken verläuft. Zum Abschluss des Beitrags widmete man sich dann auch den Brücken. Sedlaczek verwies unter anderem auf die Kritik des Steuerzahlerbundes an den hohen Kosten, der dabei auch selbst zu Wort kam. Der [[Westfälischer Anzeiger|Westfälische Anzeiger]] veröffentlichte daraufhin eine Gegendarstellung, in der bemängelt wurde, dass der Eindruck erweckt worden sei, dass die Brücken nur wegen der Marathonstrecke gebaut worden seien. Zudem seien die Kosten für die Brücken in einen direkten Zusammenhang mit der Erhöhung der Grundsteuer B gesetzt worden. Beide Behauptungen seien falsch.<ref>Stefan Gehre: [https://www.wa.de/hamm/mario-barth-deckt-hamm-rtl-beitrag-lippebruecken-steuerschwendung-ohne-details-5702234.html „RTL deckte auf in Hamm - doch Details blieben auf der Strecke“] in: wa.de vom 30. Oktober 2015</ref> [[2020]] zeigte Barth im Rahmen eines Rankings schlecht gemanagter Brückenprojekte erneut den gekürzten Beitrag über die Brücke. Im Ranking belegte sie Platz 3.<ref name="wade200920">Stefan Gehre: [https://www.wa.de/hamm/pelkum-ort370530/mario-barth-nimmt-fuer-rtl-pannen-lippebruecken-vom-lippepark-hamm-erneut-aufs-korn-90046943.html „Mario Barth nimmt Hammer Pannen-Brücken erneut aufs Korn“] in: wa.de vom 20. September 2020</ref>
Die hohen Kosten riefen auch das RTL-Unterhaltungsmagazin „Mario Barth deckt auf“ auf den Plan. In der Sendung vom [[28. Oktober]] [[2015]] kritisierte Sky-Moderatorin Esther Sedlaczek unter anderem eine Marathon-Strecke in Hamm, die über die Lippebrücken verläuft. Zum Abschluss des Beitrags widmete man sich dann auch den Brücken. Sedlaczek verwies unter anderem auf die Kritik des Steuerzahlerbundes an den hohen Kosten, der dabei auch selbst zu Wort kam. Der [[Westfälischer Anzeiger|Westfälische Anzeiger]] veröffentlichte daraufhin eine Gegendarstellung, in der bemängelt wurde, dass der Eindruck erweckt worden sei, dass die Brücken nur wegen der Marathonstrecke gebaut worden seien. Zudem seien die Kosten für die Brücken in einen direkten Zusammenhang mit der Erhöhung der Grundsteuer B gesetzt worden. Beide Behauptungen seien falsch.<ref>Stefan Gehre: [https://www.wa.de/hamm/mario-barth-deckt-hamm-rtl-beitrag-lippebruecken-steuerschwendung-ohne-details-5702234.html „RTL deckte auf in Hamm - doch Details blieben auf der Strecke“] in: wa.de vom 30. Oktober 2015</ref> [[2020]] zeigte Barth im Rahmen eines Rankings schlecht gemanagter Brückenprojekte erneut den gekürzten Beitrag über die Brücke. Im Ranking belegte sie Platz 3.<ref name="wade200920">Stefan Gehre: [https://www.wa.de/hamm/pelkum-ort370530/mario-barth-nimmt-fuer-rtl-pannen-lippebruecken-vom-lippepark-hamm-erneut-aufs-korn-90046943.html „Mario Barth nimmt Hammer Pannen-Brücken erneut aufs Korn“] in: wa.de vom 20. September 2020</ref>


=== Verzögerungen beim Bau (2014–2016) ===
==== Verzögerungen beim Bau (2014–2016) ====
[[Datei:Luftbild Lippepark Brückenschlag 01.jpg|mini|Luftbild der Lippe- und Kanalbrücke im Lippepark © RVR, 2022, [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland - Namensnennung – Version 2.0.]]]
[[Datei:Luftbild Lippepark Brückenschlag 01.jpg|mini|Luftbild der Lippe- und Kanalbrücke im Lippepark © RVR, 2022, [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland - Namensnennung – Version 2.0.]]]
Probleme gab es nicht nur mit den Kosten: Auch das Aufsetzen der Brücken verzögerte sich nach fristgerechter Fertigstellung der Bauwerke mehrfach. Die für Ende 2014 vorgesehene Montage musste verschoben werden, da die dafür nötigen statischen Gutachten nicht vorgelegen haben sollen. Die Brücken wurden daher im [[Stadthafen|Kohlehafen]] eingelagert.<ref name="wade150930"/> Durch eine vermeintlich falsche Einlagerung der Brücke vermutete man wenig später eine erhebliche Überbelastung der Spundwand des Kanals und dadurch drohende Gefahr für die Schifffahrt. Durch eine anschließende Umlagerung entstanden zusätzliche Kosten von 71.000 Euro.<ref>Stefan Gehre: [https://www.wa.de/hamm/falsche-lagerung-lippepark-bruecken-fuehrt-ueberraschenden-mehrkosten-5502296.html „Neue Panne bei Lippepark-Brücken kostet 71.000 Euro“] in: wa.de vom 7. September 2015</ref> Die Stadt entzog der Firma ''Rohlfing'', die den Einbau verantworten sollte, Anfang 2015 schlussendlich den Auftrag. Als Grund gab man an, dass Rohlfing das vom Wasser- und Schifffahrtsamt Rheine geforderte statische Gutachten für die Montage noch immer nicht eingereicht habe. Zwischen dem amtlichen Prüfstatiker und Rohlfing kam es schließlich zu einem Schiedsverfahren vor der Ingenieurkammer-Bau NRW. Ergebnis dieses Verfahrens war, dass (Zitat) „Einvernehmen darüber besteht, dass statische Nachweise für Maschinen oder Teile nicht erforderlich“ gewesen seien.<ref name="wade170619"/>
Probleme gab es nicht nur mit den Kosten: Auch das Aufsetzen der Brücken verzögerte sich nach fristgerechter Fertigstellung der Bauwerke mehrfach. Die für Ende 2014 vorgesehene Montage musste verschoben werden, da die dafür nötigen statischen Gutachten nicht vorgelegen haben sollen. Die Brücken wurden daher im [[Stadthafen|Kohlehafen]] eingelagert.<ref name="wade150930"/> Durch eine vermeintlich falsche Einlagerung der Brücke vermutete man wenig später eine erhebliche Überbelastung der Spundwand des Kanals und dadurch drohende Gefahr für die Schifffahrt. Durch eine anschließende Umlagerung entstanden zusätzliche Kosten von 71.000 Euro.<ref>Stefan Gehre: [https://www.wa.de/hamm/falsche-lagerung-lippepark-bruecken-fuehrt-ueberraschenden-mehrkosten-5502296.html „Neue Panne bei Lippepark-Brücken kostet 71.000 Euro“] in: wa.de vom 7. September 2015</ref> Die Stadt entzog der Firma ''Rohlfing'', die den Einbau verantworten sollte, Anfang 2015 schlussendlich den Auftrag. Als Grund gab man an, dass Rohlfing das vom Wasser- und Schifffahrtsamt Rheine geforderte statische Gutachten für die Montage noch immer nicht eingereicht habe. Zwischen dem amtlichen Prüfstatiker und Rohlfing kam es schließlich zu einem Schiedsverfahren vor der Ingenieurkammer-Bau NRW. Ergebnis dieses Verfahrens war, dass (Zitat) „Einvernehmen darüber besteht, dass statische Nachweise für Maschinen oder Teile nicht erforderlich“ gewesen seien.<ref name="wade170619"/>
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== Presseberichte ==
== Presseberichte ==
{{Presseberichte}}
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== Siehe auch ==
* [[Schacht Franz]]
* [[Herringer Brückenschlag]]


== Einzelnachweise ==
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