25.095
Bearbeitungen
RaWen (Diskussion | Beiträge) |
RaWen (Diskussion | Beiträge) Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 18: | Zeile 18: | ||
|erfasst=25. Juni 2013 | |erfasst=25. Juni 2013 | ||
}} | }} | ||
Das einstige Wasserschloss liegt in unmittelbarer Nähe der [[Ahse]]. Man nimmt an, dass der Name '''Hohenover''' „hohes Ufer“ bedeutet. | Das einstige Wasserschloss liegt in unmittelbarer Nähe der [[Ahse]]. Man nimmt an, dass der Name '''Hohenover''' „hohes Ufer“ bedeutet. | ||
Hohenover ist eines von neun bereits im 13. Jahrhundert genannten Rittergütern des Kirchspiels Dinker. Zahlreiche Adelsfamilien sind Eigentümer dieses ehemaligen Rittersitzes gewesen. Vieles spricht dafür, dass Hohenover in der Karolingerzeit einem verdienten Franken oder Sachsen als Lehen aus konfisziertem Königsland übergeben wurde. | Hohenover ist eines von neun bereits im 13. Jahrhundert genannten Rittergütern des Kirchspiels Dinker. Zahlreiche Adelsfamilien sind Eigentümer dieses ehemaligen Rittersitzes gewesen. Vieles spricht dafür, dass Hohenover in der Karolingerzeit einem verdienten Franken oder Sachsen als Lehen aus konfisziertem Königsland übergeben wurde. | ||
Der erste namentlich bekannte Besitzer des Rittergutes Hohenover ist Henrich von Galen (geb. um 1370). 1667 kaufte der Kommandant Franz von Bodelschwingh das Gut, dessen Witwe und Tochter es [[1690]] für 9066 Reichstaler an die Eheleute [[Friedrich Heinrich von Waldenheim gen. Potgießer]] und Anna Christine geb. von Neheim veräußerten. Egon Freiherr von Fürstenberg zu Körtlinghausen verkaufte es am 28. November 1872 an die Familie Blanke/Böning in [[Norddinker]], in deren Eigentum es sich noch heute befindet. | Der erste namentlich bekannte Besitzer des Rittergutes Hohenover ist Henrich von Galen (geb. um 1370). 1667 kaufte der Kommandant Franz von Bodelschwingh das Gut, dessen Witwe und Tochter es [[1690]] für 9066 Reichstaler an die Eheleute [[Friedrich Heinrich von Waldenheim gen. Potgießer]] und Anna Christine geb. von Neheim veräußerten. Egon Freiherr von Fürstenberg zu Körtlinghausen verkaufte es am 28. November 1872 an die Familie Blanke/Böning in [[Norddinker]], in deren Eigentum es sich noch heute befindet. | ||
Von den alten Bauten ist heute lediglich das Herrenhaus erhalten, ein schlichter, aber vornehmer zweigeschossiger Backsteinbau mit Eckpilastern aus gleichem Material und mit pfannengedecktem Walmdach über hölzernem Kranzgesims. Die Fenster haben hölzerne Blockzarten und stichbogigen Abschluss, sie sind mit Schiebefenstern in Sprossenverglasung und mit Fensterläden ausgestattet, teilweise verändert bzw. vermauert. Vor der Hoffassade, an dem Treppenpodest befindet sich ein schmiedeeisernes Gitter mit den Buchstaben Z H B unter einer Krone und der Jahreszahl 1783 (ziemlich beschädigt). Über der Haustür das Wappen der Familie zur Heiden (drei Heideblumen) mit der Umschrift: Quieti dedicatum MDCCLXXXI. | Von den alten Bauten ist heute lediglich das Herrenhaus erhalten, ein schlichter, aber vornehmer zweigeschossiger Backsteinbau mit Eckpilastern aus gleichem Material und mit pfannengedecktem Walmdach über hölzernem Kranzgesims. Die Fenster haben hölzerne Blockzarten und stichbogigen Abschluss, sie sind mit Schiebefenstern in Sprossenverglasung und mit Fensterläden ausgestattet, teilweise verändert bzw. vermauert. Vor der Hoffassade, an dem Treppenpodest befindet sich ein schmiedeeisernes Gitter mit den Buchstaben Z H B unter einer Krone und der Jahreszahl 1783 (ziemlich beschädigt). Über der Haustür das Wappen der Familie zur Heiden (drei Heideblumen) mit der Umschrift: Quieti dedicatum MDCCLXXXI. | ||
Nach einer [[Haus Hohenover#Brandstiftung|Brandstiftung]] vom [[31. Juli]] [[2022]] ist die Zukunft des Hauses ungewiss. | |||
== Baudenkmaleintrag == | == Baudenkmaleintrag == | ||
| Zeile 93: | Zeile 95: | ||
</blockquote> | </blockquote> | ||
== | == Brandstiftung == | ||
In der Nacht vom [[31. Juli]] auf den [[1. August]] [[2022]] kam es auf Haus Hohenover zu einem Großbrand. Dabei wurden das Haupthaus und die Nebengebäude so stark beschädigt, dass sie einsturzgefährdet waren.<ref name="WAde-22-08-09">Frank Lahme: [https://www.wa.de/hamm/hamm-feuerteufel-schaden-hoeher-abgebranntes-wasserschloss-hohenover-einsturzgefaehrdet-91714721.html „Schaden noch höher als erwartet: Abgebranntes Wasserschloss ist einsturzgefährdet“] in: wa.de vom 9. August 2022</ref> Die Rettung der beiden Wirtschaftsgebäude, von denen eines ebenfalls unter Denkmalschutz stand, war letztlich nicht mehr möglich. Wenige Wochen nach dem Brand wurden die Brandruinen eingerissen. Das Haupthaus konnte notdürftig abgestützt werden.<ref name="wade230503"/> | In der Nacht vom [[31. Juli]] auf den [[1. August]] [[2022]] kam es auf Haus Hohenover zu einem Großbrand. Dabei wurden das Haupthaus und die Nebengebäude so stark beschädigt, dass sie einsturzgefährdet waren.<ref name="WAde-22-08-09">Frank Lahme: [https://www.wa.de/hamm/hamm-feuerteufel-schaden-hoeher-abgebranntes-wasserschloss-hohenover-einsturzgefaehrdet-91714721.html „Schaden noch höher als erwartet: Abgebranntes Wasserschloss ist einsturzgefährdet“] in: wa.de vom 9. August 2022</ref> Die Rettung der beiden Wirtschaftsgebäude, von denen eines ebenfalls unter Denkmalschutz stand, war letztlich nicht mehr möglich. Wenige Wochen nach dem Brand wurden die Brandruinen eingerissen. Das Haupthaus konnte notdürftig abgestützt werden.<ref name="wade230503"/> | ||