25.095
Bearbeitungen
RaWen (Diskussion | Beiträge) K (Format) |
RaWen (Diskussion | Beiträge) Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
{{Dieser Artikel|steht für Lutherkirche in der Hammer Innenstadt, für die Martin-Luther-Kirche in [[Braam]] siehe [[Martin-Luther-Kirche (Braam)]]}} | {{Dieser Artikel|steht für Lutherkirche in der Hammer Innenstadt, für die Martin-Luther-Kirche in [[Braam]] siehe [[Martin-Luther-Kirche (Braam)]]}} | ||
{{POI | {{POI | ||
|Name=Lutherkirche | |Name=Lutherkirche<br>''Evangelische Jugendkirche'' | ||
|Logo= | |Logo= | ||
|Logobreite= | |Logobreite= | ||
| Zeile 23: | Zeile 22: | ||
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
Die „kleine evangelische Kirche“, die erst seit 1912 den Namen Martin Luthers trägt, wurde 1734 bis 1739 nach den Plänen des märkischen Baumeisters [[Johann Michael Moser]] errichtet. Feierlich eingeweiht wurde sie 1739. | Die „kleine evangelische Kirche“, die erst seit [[1912]] den Namen Martin Luthers trägt, wurde [[1734]] bis [[1739]] nach den Plänen des märkischen Baumeisters [[Johann Michael Moser]] errichtet. Feierlich eingeweiht wurde sie 1739. | ||
Nach erheblichen Kriegsschäden wurde die Kirche von 1946 bis 1948 leicht purifiziert wiederaufgebaut. Dabei | Nach erheblichen Kriegsschäden wurde die Kirche von [[1946]] bis [[1948]] leicht purifiziert wiederaufgebaut. Dabei wurden das Gewölbe und zumindest Teile der Seitenemporen noch einmal erneuert sowie Altar, Kanzel, Gestühl (u. a.) restauriert. | ||
Im Zeitraum | Im Zeitraum 1977–1978 erfolgte die Erneuerung des Fußbodens und [[1980]] wurde eine neue Chororgel eingebaut. | ||
=== Jugendkirche === | === Jugendkirche === | ||
Nach einer erneuten Umbauphase ab dem Jahr 2011 wurde die Lutherkirche am [[4. Februar]] [[2012]] als [[Evangelische Jugendkirche]] wiedereröffnet. Pfarrerin | Nach einer erneuten Umbauphase ab dem Jahr 2011 wurde die Lutherkirche am [[4. Februar]] [[2012]] als [[Evangelische Jugendkirche]] wiedereröffnet. Pfarrerin war bis Februar 2017 Dr. Iris Keßner, seit 2017 gibt es eine neue Pfarrerin. | ||
Zu den Angeboten zählen: | Zu den Angeboten zählen: | ||
| Zeile 52: | Zeile 51: | ||
Weiterhin liegen liturgiehistorische Gründe vor, da aufgrund der Anordnung von Gestühl, Emporen und Altar der Verlauf eines Gottesdienstes, wie er sich schon im 18. Jahrhundert gestaltete, aber auch noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts bestimmend war, sehr gut nachvollziehbar bleibt. | Weiterhin liegen liturgiehistorische Gründe vor, da aufgrund der Anordnung von Gestühl, Emporen und Altar der Verlauf eines Gottesdienstes, wie er sich schon im 18. Jahrhundert gestaltete, aber auch noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts bestimmend war, sehr gut nachvollziehbar bleibt. | ||
Denkmalwert sind auch die Glocke aus dem Jahr 1781 und der Glockenstuhl. | Denkmalwert sind auch die Glocke aus dem Jahr 1781 und der Glockenstuhl.<ref>Denkmalwertbegründung – zitiert nach [[Denkmalliste der Stadt Hamm]], Bestandsverzeichnis lfd. Nummer 24</ref> | ||
<ref>Denkmalwertbegründung – zitiert nach [[Denkmalliste der Stadt Hamm]], Bestandsverzeichnis lfd. Nummer 24</ref> | |||
Ursprünglich hatte die Kirche je eine Glocke aus den Jahren 1740 und 1749 , gegossen von Johann bzw. Fridericus Schweys zu Münster. Beide wurden im Ersten Weltkrieg vernichtet. Nach dem Krieg erhielt die Kirche die dritte, 1780 gegossenen Glocke der Pauluskirche. Zu ihr trat im Jahre 1924 eine von der Gemeinde Witten-Bommern angekaufte Bronzeglocke. Sie war die letzte Glocke eines im Jahre 1893 von der Wittener Glockengießerei Munte für die dortige Kirche gelieferten Geläutes. Diese Glocke fiel dem zweiten Weltkrieg zum Opfer. Nach dem Krieg wurde sie durch eine neue Glocke ersetzt, gegossen von der Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock aus Gescher. | Ursprünglich hatte die Kirche je eine Glocke aus den Jahren 1740 und 1749 , gegossen von Johann bzw. Fridericus Schweys zu Münster. Beide wurden im Ersten Weltkrieg vernichtet. Nach dem Krieg erhielt die Kirche die dritte, 1780 gegossenen Glocke der Pauluskirche. Zu ihr trat im Jahre 1924 eine von der Gemeinde Witten-Bommern angekaufte Bronzeglocke. Sie war die letzte Glocke eines im Jahre 1893 von der Wittener Glockengießerei Munte für die dortige Kirche gelieferten Geläutes. Diese Glocke fiel dem zweiten Weltkrieg zum Opfer. Nach dem Krieg wurde sie durch eine neue Glocke ersetzt, gegossen von der Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock aus Gescher. | ||
| Zeile 74: | Zeile 72: | ||
== Literatur == | == Literatur == | ||
* Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen 43. Stadt Hamm, Münster 1936, Nachdruck Warburg 1994, S. 136-140. | * Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen 43. Stadt Hamm, Münster 1936, Nachdruck Warburg 1994, S. 136-140. | ||
* Max Jucho: ''Alte Hammer Bauten'' | * Max Jucho: ''Alte Hammer Bauten'' In: [[700 Jahre Stadt Hamm (Nuch)|700 Jahre Stadt Hamm]], hrsg. vom Magistrat der Stadt Hamm. Hamm 1927, Nachdruck Werl 1973, S. 177-230 (hier: Seite 209ff). | ||
* Dr. [[Friedrich Wilhelm Jerrentrup]]: ''Hamm: Evangelische Lutherkirche'' | * Dr. [[Friedrich Wilhelm Jerrentrup]]: ''Hamm: Evangelische Lutherkirche''. In: Jerrentrup, Peter, Feußner; [[Alte Kirchen in Hamm]]. Hamm 1999, S. 88 bis 91. | ||
* N.N.: Baudenkmalbeschreibung No. 24, Stadt Hamm | * N.N.: Baudenkmalbeschreibung No. 24, Stadt Hamm – 65/Untere Denkmalbehörde | ||
* Georg Dehio, unter | * Georg Dehio, unter wiss. Leitung von Ursula Quednau: ''Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler - Nordrhein-Westfalen II Westfalen''. Berlin/München 2011: Deutscher Kunstverlag, Seite 387f (ISBN 978-3-422-03114-2) | ||
== Geografische Koordinaten == | == Geografische Koordinaten == | ||
| Zeile 83: | Zeile 81: | ||
== Weblinks == | == Weblinks == | ||
* [ | * [https://www.evangelische-kirchengemeinde-hamm.de/orte/lutherzentrum-mit-lutherkirche Lutherzentrum bei der Ev. Kirchengemeinde Hamm] | ||
* [ | * [https://www.hamm.de/tourismus/sehenswertes/sehenswuerdigkeiten/kirchen/lutherkirche Lutherkirche auf hamm.de] | ||
== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == | ||