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[[Datei:Thomaskirche Luftbild.jpg|mini|rechts|Daberg (Luftbild), 1991]] | [[Datei:Thomaskirche Luftbild.jpg|mini|rechts|Daberg (Luftbild), 1991]] | ||
Auf dem Gemeindegebiet befand sich später der größte [[Rangierbahnhof|Verschiebebahnhof Europas]]. Von insgesamt elf Bauern wurden ca. 75 Hektar Land erworben, um diesen Bahnhof zu errichten. Das [[Haus Lohausen|Rittergut Lohaus]] (Namensgeber des | Auf dem Gemeindegebiet befand sich später der größte [[Rangierbahnhof|Verschiebebahnhof Europas]]. Von insgesamt elf Bauern wurden ca. 75 Hektar Land erworben, um diesen Bahnhof zu errichten. Das [[Haus Lohausen|Rittergut Lohaus]] (Namensgeber des Ortsteils [[Lohauserholz]]) verschwand durch den Bau des Verschiebebahnhofs vollständig. | ||
Als dritte Eisenbahnstrecke wurde die '''Osterfelder Bahn''' (vom [[Hauptbahnhof]] über [[Bahnhof Pelkum|Pelkum Bahnhof]] nach Oberhausen-Osterfelde) im Jahre [[1905]] in Betrieb genommen. Sie diente vor allem dem Abtransport der Erzeugnisse der Zeche de Wendel. | Als dritte Eisenbahnstrecke wurde die '''Osterfelder Bahn''' (vom [[Hauptbahnhof]] über [[Bahnhof Pelkum|Pelkum Bahnhof]] nach Oberhausen-Osterfelde) im Jahre [[1905]] in Betrieb genommen. Sie diente vor allem dem Abtransport der Erzeugnisse der Zeche de Wendel. | ||
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[[Datei:Gerätehaus-Whöfen-1950.jpg|mini|rechts|Gerätehaus der Feuerwehr Wiescherhöfen (1950)]] | [[Datei:Gerätehaus-Whöfen-1950.jpg|mini|rechts|Gerätehaus der Feuerwehr Wiescherhöfen (1950)]] | ||
Am [[17. September]] [[1950]] wurde das neu erbaute Feuerwehrhaus Wiescherhöfen mit einem Schlauchturm an der Straße [[Auf der Horst]] seiner Bestimmung übergeben. Das Löschfahrzeug stand im Erdgeschoss. Im ersten Obergeschoss und im Dachgeschoss befand sich jeweils eine Wohnung. | Am [[17. September]] [[1950]] wurde das neu erbaute Feuerwehrhaus Wiescherhöfen mit einem Schlauchturm an der Straße [[Auf der Horst]] seiner Bestimmung übergeben. Das Löschfahrzeug stand im Erdgeschoss. Im ersten Obergeschoss und im Dachgeschoss befand sich jeweils eine Wohnung. | ||
Im Jahr [[1963]] stürzte ein Düsenjäger der Bundesluftwaffe in Lohauserholz ab und fiel in ein Wohnhaus der dortigen Brückenstraße (heute [[Günterstraße]]). Eine Bewohnerin wurde verletzt; der Pilot war über Berge aus dem Flugzeug abgesprungen. | |||
[[Datei:Fahrzeuge-1967.jpg|mini|rechts|Fahrzeughalle und Fahrzeuge der Feuerwehr Wiescherhöfen (1967)]] | [[Datei:Fahrzeuge-1967.jpg|mini|rechts|Fahrzeughalle und Fahrzeuge der Feuerwehr Wiescherhöfen (1967)]] | ||
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Die beiden Gemeindevertreter der Gemeinden Wiescherhöfen und Weetfeld einigten sich [[1971]] darauf, das Weetfelder Feuerwehrfahrzeug im Feuerwehrhaus Wiescherhöfen unterzustellen. Die Nutzung der Gebäude wurde der Feuerwehr Weetfeld ebenfalls gestattet. Das alte Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Weetfeld an der heutigen Kreuzung [[Wilhelm-Lange-Straße]]/[[Weetfelder Straße]] wurde in Eigenarbeit abgerissen. | Die beiden Gemeindevertreter der Gemeinden Wiescherhöfen und Weetfeld einigten sich [[1971]] darauf, das Weetfelder Feuerwehrfahrzeug im Feuerwehrhaus Wiescherhöfen unterzustellen. Die Nutzung der Gebäude wurde der Feuerwehr Weetfeld ebenfalls gestattet. Das alte Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Weetfeld an der heutigen Kreuzung [[Wilhelm-Lange-Straße]]/[[Weetfelder Straße]] wurde in Eigenarbeit abgerissen. | ||
==== Hochwasser 1978 ==== | |||
Heftige Regenfälle am [[20. Mai]] [[1978]] waren der Beginn einer Überflutung des [[Wiescherbach|Wiescherbachs]]. Am [[24. Mai]] wurde Katastrophenalarm ausgerufen. Mit Hilfe von Einsatzkräften der Bundeswehr konnten schließlich 31 Hektar überflutete Flächen wieder freigepumpt werden.<ref> vgl. Dotter, Hans-Karl; Beeck, Anneliese: Bilder-Chronik. Aus 25 Jahren Hammer Stadtgeschichte 1965–1990, S. 81</ref> | Heftige Regenfälle am [[20. Mai]] [[1978]] waren der Beginn einer Überflutung des [[Wiescherbach|Wiescherbachs]]. Am [[24. Mai]] wurde Katastrophenalarm ausgerufen. Mit Hilfe von Einsatzkräften der Bundeswehr konnten schließlich 31 Hektar überflutete Flächen wieder freigepumpt werden.<ref> vgl. Dotter, Hans-Karl; Beeck, Anneliese: Bilder-Chronik. Aus 25 Jahren Hammer Stadtgeschichte 1965–1990, S. 81</ref> | ||
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1978 war auch das Jahr, in dem der [[Bahnhof Wiescherhöfen|Bahnhof]] für immer geschlossen wurde. Die Züge aus und nach Bönen, Unna und Hagen fahren seitdem ohne Halt durch den Stadtteil. | 1978 war auch das Jahr, in dem der [[Bahnhof Wiescherhöfen|Bahnhof]] für immer geschlossen wurde. Die Züge aus und nach Bönen, Unna und Hagen fahren seitdem ohne Halt durch den Stadtteil. | ||
Am [[31. März]] [[1987]] wurde die Kokerei der Zeche Heinrich-Robert geschlossen. Im Herbst wurde mit dem Abriss der Gebäude begonnen. Er dauerte bis zum Frühjahr [[1988]]. Gegen Ende mussten die beiden Kamine weichen. Durch die Stilllegung der Kokerei änderte sich das Ortsbild entsprechend: Nachdem das Feuer in den Öfen erloschen war, blieben auch die Löschwasserdampfwolken und Abgasfackeln aus. Nach dem Abriss wollte man ein Industriedenkmal in Form einer Koksofentür aufstellen, allerdings | ==== Schließung der Kokerei ==== | ||
Am [[31. März]] [[1987]] wurde die Kokerei der Zeche Heinrich-Robert geschlossen. Im Herbst wurde mit dem Abriss der Gebäude begonnen. Er dauerte bis zum Frühjahr [[1988]]. Gegen Ende mussten die beiden Kamine weichen. Durch die Stilllegung der Kokerei änderte sich das Ortsbild entsprechend: Nachdem das Feuer in den Öfen erloschen war, blieben auch die Löschwasserdampfwolken und Abgasfackeln aus. Nach dem Abriss wollte man ein Industriedenkmal in Form einer Koksofentür aufstellen, allerdings war diese bereits entsorgt worden. Die auf dem [[Wiescherhöfener Markt|Wiescherhöfener Marktplatz]] ausgestellte Ofentür stammt in Wirklichkeit aus der Kokerei Hansa in Dortmund. | |||
=== 21. Jahrhundert === | === 21. Jahrhundert === | ||