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In den frühen Morgenstunden des 12. November 1908 ereignete sich auf der Zeche Radbod das bis dahin schwerste Grubenunglück des deutschen Steinkohlebergbaus. Entweder durch eine defekte Grubenlampe oder eine durchgeführte Sprengung in einem Flöz wurde um 4.20 Uhr auf der dritten Sohle eine heftige, kombinierte Schlagwetter- und Kohlenstaubexplosion ausgelöst. Fast die gesamte Mannschaft der Nachtschicht (350 Kumpel) kam dabei entweder unmittelbar oder in den folgenden Tagen ums Leben. In den Stunden nach dem Unglück konnten 30 teilweise schwer verletzte Bergleute und lediglich 37 der Toten geborgen werden. Die überwiegende Zahl der Toten (287 Kumpel) wurden erst zwischen September 1909 und Dezember 1910 geborgen; 14 Bergleute blieben für immer im Berg. | In den frühen Morgenstunden des 12. November 1908 ereignete sich auf der Zeche Radbod das bis dahin schwerste Grubenunglück des deutschen Steinkohlebergbaus. Entweder durch eine defekte Grubenlampe oder eine durchgeführte Sprengung in einem Flöz wurde um 4.20 Uhr auf der dritten Sohle eine heftige, kombinierte Schlagwetter- und Kohlenstaubexplosion ausgelöst. Fast die gesamte Mannschaft der Nachtschicht (350 Kumpel) kam dabei entweder unmittelbar oder in den folgenden Tagen ums Leben. In den Stunden nach dem Unglück konnten 30 teilweise schwer verletzte Bergleute und lediglich 37 der Toten geborgen werden. Die überwiegende Zahl der Toten (287 Kumpel) wurden erst zwischen September 1909 und Dezember 1910 geborgen; 14 Bergleute blieben für immer im Berg. | ||
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== Gedenkstätte == | == Gedenkstätte == | ||
Die 350 Todesopfer wurden in zwei Massengräbern auf dem alten Friedhof in [[Hövel]] bestattet. Drei Jahre nach dem Unglück hat die [[Bergwerksgesellschaft Trier]] zu deren Gedenken ein Denkmal nach einem Entwurf von Prof. [[Ernst Müller-Braunschweig]] errichten lassen. <br> | Die 350 Todesopfer wurden in zwei Massengräbern auf dem alten Friedhof in [[Hövel]] bestattet. Drei Jahre nach dem Unglück hat die [[Bergwerksgesellschaft Trier]] zu deren Gedenken ein Denkmal nach einem Entwurf von Prof. [[Ernst Müller-Braunschweig]] errichten lassen. <br> | ||
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