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== Hamm im 2. Weltkrieg ==
== Hamm im Zweiten Weltkrieg ==
[[Bild:Pauluskirche_brennend.jpg|thumb|right|Brennende [[Pauluskirche]] am [[30. September]] 1944]]
[[Bild:Pauluskirche_brennend.jpg|thumb|right|Brennende [[Pauluskirche]] am [[30. September]] 1944]]
* Am [[23. März]] erfolgte ein großangelegter Luftangriff auf Hamm. Dabei waren das Bahnhofsgebiet, die Weststraße und der Hammer Norden besonders betroffen. Das Gebäude der Deutschen Bank in der Bahnhofstraße wurde völlig zerstört, Treffer erhielten die Eisenbahnbrücke über Kanal und Lippe, die Brauerei [[Isenbeck]], der Westenwall, die Ritterstraße, der [[Hauptbahnhof|Bahnhof]] von Hamm und die Industriewerke im Hammer Westen. In den südlich gelegenen Straßen entstanden Brände (Weidenstraße, Lilienstraße, Werler Straße, Alleestraße, Ostenwall). Insgesamt starben bei dem Angriff 51 Personen. Der Angriff traf auch die St. Pankratiuskirche in Hövel, deren Kirchenschiff mit zwei Bombentreffern zerstört wurde. Lediglich der Turm der Kirche blieb - ebenfalls beschädigt - stehen.<ref>Fritz Schumacher, Hartmut Greilich: Bockum-Hövel. Aus Geschichte und Heimatkunde. Bockum-Hövel 1956. S. 52</ref>  
* Am [[23. März]] erfolgte ein großangelegter Luftangriff auf Hamm. Dabei waren das Bahnhofsgebiet, die Weststraße und der Hammer Norden besonders betroffen. Das Gebäude der Deutschen Bank in der Bahnhofstraße wurde völlig zerstört, Treffer erhielten die Eisenbahnbrücke über Kanal und Lippe, die Brauerei [[Isenbeck]], der Westenwall, die Ritterstraße, der [[Hauptbahnhof|Bahnhof]] von Hamm und die Industriewerke im Hammer Westen. In den südlich gelegenen Straßen entstanden Brände (Weidenstraße, Lilienstraße, Werler Straße, Alleestraße, Ostenwall). Insgesamt starben bei dem Angriff 51 Personen. Der Angriff traf auch die St. Pankratiuskirche in Hövel, deren Kirchenschiff mit zwei Bombentreffern zerstört wurde. Lediglich der Turm der Kirche blieb - ebenfalls beschädigt - stehen.<ref>Fritz Schumacher, Hartmut Greilich: Bockum-Hövel. Aus Geschichte und Heimatkunde. Bockum-Hövel 1956. S. 52</ref>  
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* Nach dem Attentat auf Hitler am [[20. Juli]] setzte auch in Hamm eine Verhaftungswelle ein: Insgesamt 18 Personen aus dem direkten Umfeld [[Gerhard Krampe|Krampes]] wurden morgens um vier Uhr verhaftet. Das gute Netzwerk vor Ort sorgte schließlich dafür, dass bis auf den hingerichteten [[Max Wienhold]] alle Inhaftierten wieder freigelassen wurden.
* Nach dem Attentat auf Hitler am [[20. Juli]] setzte auch in Hamm eine Verhaftungswelle ein: Insgesamt 18 Personen aus dem direkten Umfeld [[Gerhard Krampe|Krampes]] wurden morgens um vier Uhr verhaftet. Das gute Netzwerk vor Ort sorgte schließlich dafür, dass bis auf den hingerichteten [[Max Wienhold]] alle Inhaftierten wieder freigelassen wurden.
* Am [[10. September]] wurde der Schulunterricht in Hamm wegen der fortgesetzten Luftangriffe eingestellt.
* Am [[10. September]] wurde der Schulunterricht in Hamm wegen der fortgesetzten Luftangriffe eingestellt.
* Der nächste Luftangriff auf Hamm erfolgt am [[19. September]]. Am frühen Nachmittag um 14:40 Uhr werden der Bahnhof und seine Umgebung sowie das Industrieviertel im Westen und die Kasernen im Osten der Stadt getroffen. Einen schweren Treffer erhält das [[Amtsgericht]] an der Nordwestecke des Gebäudes.
* Der nächste Luftangriff auf Hamm erfolgt am [[19. September]]. Am frühen Nachmittag um 14:40 Uhr werden der Bahnhof und seine Umgebung sowie das Industrieviertel im Westen und die Kasernen im Osten der Stadt getroffen. Einen schweren Treffer erhält das [[Amtsgericht]] an der Nordwestecke des Gebäudes. Auch das [[Café Corso (Nachtclub)|Café Corso]] wird so schwer getroffen, dass es geschlossen werden muss.
* Am [[26. September]] erfolgt bereits der nächste Angriff auf Hamm. Es trifft wieder vor allem den Hammer Westen und das Bahnhofsgebiet. Getroffen werden das Commerzbankgebäude am Südring und die Oberrealschule. Das Stadtbad in der Gasstraße wird zerstört. In Bockum-Hövel wird das Gemeindehaus der evangelischen Kreuzkirche getroffen. Dabei sterben 16 Frauen, die sich im [[Gustav-Adolf-Haus]] aufhalten. <ref>Fritz Schumacher, Hartmut Greilich: Bockum-Hövel. Aus Geschichte und Heimatkunde. Bockum-Hövel 1956. S. 82</ref>  
* Am [[26. September]] erfolgt bereits der nächste Angriff auf Hamm. Es trifft wieder vor allem den Hammer Westen und das Bahnhofsgebiet. Getroffen werden das Commerzbankgebäude am Südring und die Oberrealschule. Das Stadtbad in der Gasstraße wird zerstört. In Bockum-Hövel wird das Gemeindehaus der evangelischen Kreuzkirche getroffen. Dabei sterben 16 Frauen, die sich im [[Gustav-Adolf-Haus]] aufhalten. <ref>Fritz Schumacher, Hartmut Greilich: Bockum-Hövel. Aus Geschichte und Heimatkunde. Bockum-Hövel 1956. S. 82</ref>  
* Am [[30. September]] stürzt der Turm der [[Pauluskirche]] nach einem Luftangriff ein. Zudem wird diesmal vor allem die Innenstadt getroffen (Brüderstraße, Franziskanerstraße, Oststraße, Widumstraße, Marktplatz, Königstraße) und das Behördenviertel um den Friedrichplatz (heute: Theodor-Heuss-Platz). Das Gymnasium Hammonense erhielt Brandbombentreffer im Dachstuhl. Der brand konnte ohne große Schadensbildung gestoppt werden. In Heessen kommen 15 Personen ums Leben. <ref>Emil Steinkühler. Heessen (Westf.). Die Geschichte der Gemeinde. Heessen 1952. S. 284</ref>
* Am [[30. September]] stürzt der Turm der [[Pauluskirche]] nach einem Luftangriff ein. Zudem wird diesmal vor allem die Innenstadt getroffen (Brüderstraße, Franziskanerstraße, Oststraße, Widumstraße, Marktplatz, Königstraße) und das Behördenviertel um den Friedrichplatz (heute: Theodor-Heuss-Platz). Das Gymnasium Hammonense erhielt Brandbombentreffer im Dachstuhl. Der brand konnte ohne große Schadensbildung gestoppt werden. In Heessen kommen 15 Personen ums Leben. <ref>Emil Steinkühler. Heessen (Westf.). Die Geschichte der Gemeinde. Heessen 1952. S. 284</ref>