Ostenallee 101: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Haus '''Ostenallee 101''', vormals Kinderkurheim Sylverberg und '''[[Jugendgästehaus Sylverberg]]''', ist ein denkmalgeschütztes Gebäude nahe des [[Kurpark]]s im Stadtteil [[Bad Hamm]]. Das Gebäude wird seit Ende [[2023]] vorübergehend zur Unterbringung geflüchteter traumatisierter Jugendlicher genutzt.
Das Haus '''Ostenallee 101''' ([[Jugendgästehaus Sylverberg]]), ist ein denkmalgeschütztes Gebäude nahe des [[Kurpark]]s im Stadtteil [[Bad Hamm]]. Es wird seit Ende [[2023]] vorübergehend zur Unterbringung geflüchteter traumatisierter arabischer Jugendlicher genutzt.


== Geschichte ==
== Geschichte ==
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=== Jugendgästehaus (1949–2020) ===
=== Jugendgästehaus (1949–2020) ===
Bereits 1935/36 soll erstmals eine Umnutzung zur Jugendherberge diskutiert worden sein. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] beherbergte das Haus [[1945]] kurzzeitig deutsche Flüchtlinge. [[1949]] wurde Sylverberg schließlich als [[Jugendgästehaus Sylverberg|Jugendgästehaus]] wiedereröffnet.<ref name="wade230126"/>
Bereits 1935/36 soll erstmals eine Umnutzung zur Jugendherberge diskutiert worden sein. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] beherbergte das Haus [[1945]] kurzzeitig deutsche Flüchtlinge. [[1949]] wurde Sylverberg schließlich als [[Jugendgästehaus Sylverberg|Jugendgästehaus]] eingeweiht<ref name="wade230126"/> und am [[1. April]] [[1992]] unter [[Denkmalliste der Stadt Hamm|Denkmalschutz]] gestellt.


Das Jugendgästehaus verfügte (Stand 2020) über 53 Betten in 4-, 6- und 8-Bett-Zimmern, Zimmer mit Waschgelegenheit und Lehrerzimmer mit Dusche und WC sowie einen Tagesraum für ca. 60 Personen und einen Seminarraum für ca. 25 Personen. Es wurde zuletzt vom [[Stadtsportbund]] betrieben.
Das Jugendgästehaus verfügte (Stand 2020) über 53 Betten in 4-, 6- und 8-Bett-Zimmern, Zimmer mit Waschgelegenheit und Lehrerzimmer mit Dusche und WC sowie einen Tagesraum für ca. 60 Personen und einen Seminarraum für ca. 25 Personen. Es wurde zuletzt vom [[Stadtsportbund]] betrieben und galt als nicht mehr zeitgemäß. Entsprechend gering soll die Auslastung gewesen sein.
 
Am [[1. April]] [[1992]] wurde Haus Sylverberg unter [[Denkmalliste der Stadt Hamm|Denkmalschutz]] gestellt.


=== Leerstand (2020–2023) ===
=== Leerstand (2020–2023) ===
[[2020]] kündigte die Stadt Hamm eine groß angelegte Sanierung für 3,5 Millionen Euro an, die (Stand 2024) noch nicht begonnen wurde. Der entsprechende Ratsbeschluss, wonach die notwendigen Mittel von der Dienstleistungs- und Finanzierungsgesellschaft Hamm mbH (DFH) bereitgestellt werden sollen, datiert auf den Februar 2020. Durch den Um- und Ausbau soll Barrierefreiheit erreicht und der Unterbringungsstandard angehoben werden. In diesem Zuge soll die Kapazität ferner auf 80 Betten gesteigert werden.<ref name="wade230126">Jörn Funke: [https://www.wa.de/hamm/zukunft-offen-das-haus-sylverberg-steht-seit-monaten-leer-92046883.html „Zukunft offen: Das Haus Sylverberg steht seit Monaten leer“] in: wa.de vom 26. Januar 2023</ref>  
[[2020]] kündigte die Stadt Hamm eine groß angelegte Sanierung für 3,5 Millionen Euro an, die noch nicht begonnen wurde (Stand 2024). Der Ratsbeschluss vom Februar 2020 sieht vor, dass die notwendigen Mittel von der Dienstleistungs- und Finanzierungsgesellschaft Hamm mbH (DFH) bereitgestellt werden sollen. Durch den Um- und Ausbau soll Barrierefreiheit erreicht und der Unterbringungsstandard angehoben werden. In diesem Zuge soll die Kapazität ferner auf 80 Betten gesteigert werden.<ref name="wade230126">Jörn Funke: [https://www.wa.de/hamm/zukunft-offen-das-haus-sylverberg-steht-seit-monaten-leer-92046883.html „Zukunft offen: Das Haus Sylverberg steht seit Monaten leer“] in: wa.de vom 26. Januar 2023</ref>  


Das Gebäude stand schließlich längere Zeit gänzlich leer. Nach Berichten des Westfälischen Anzeigers vom Januar 2023 wollte die Stadt weiter an einer Nutzung als Jugendunterkunft festhalten, ein konkreter Zeitplan für eine Wiederinbetriebnahme existierte allerdings nicht, da kein handfestes Nutzungskonzept vorliegt. Einen Herbergsvater gab es ebenfalls nicht.<ref name="wade230126"/>  
Das Gebäude stand schließlich längere Zeit gänzlich leer. Nach Berichten des Westfälischen Anzeigers vom Januar 2023 will die Stadt weiter an einer Nutzung als Jugendunterkunft festhalten, ein konkreter Zeitplan für eine Wiederinbetriebnahme existiere allerdings nicht, da kein definitives Nutzungskonzept vorliegt.<ref name="wade230126"/>  


Der Leerstand zog auch die Aufmerksamkeit von Außenstehenden auf sich. Anfang Februar 2023 diente das Haus den „Geisterjägern“ Fabian, Alexandra und Roger Boldt als Kulisse für ihre „paranormalen“ Untersuchungen. Hierbei wollen sie nach eigener Aussage eine weibliche Stimme gehört haben.<ref name="wade230208">Pia Sofie Bartmann: [https://www.wa.de/hamm/spukt-es-geisterjaeger-hoeren-an-verlassener-jugendherberge-in-hamm-stimmen-92076454.html „Spukt es? ‚Geisterjäger‘ hören an verlassener Jugendherberge in Hamm Stimmen“] in: wa.de vom 8. Februar 2023</ref> Am [[10. November]] [[2023]] verschafften sich minderjährige Störenfriede gegen 14:20 Uhr Zutritt zu der seinerzeit ungenutzten Immobilie und randalierten dort offenbar ungezügelt. Fensterscheiben wurden eingeschlagen und das Mobiliar der ehemaligen Herberge verwüstet. Die von Augenzeugen alarmierte Polizei konnte noch vor Ort zwei der Beteiligten aufgreifen, weitere mutmaßlich Beteiligte wurden im Zuge einer Fahndung ermittelt. Unklar blieb, ob sämtliche Schäden tatsächlich bei diesem Vorfall entstanden waren, oder ob es weitere Einbrüche gegeben hatte.<ref name="wade231113">Markus Hanneken: [https://www.wa.de/hamm/uentrop-ort370525/hamm-jugendgaestehaus-verwuestet-polizei-greift-minderjaehrige-auf-92671208.html „Jugendgästehaus verwüstet - Polizei greift Minderjährige auf“] in: wa.de vom 13. November 2023</ref> In dieser Funktion ist es den meisten Hammer Bürgern im Gedächtnis.  
Der Leerstand zog auch die Aufmerksamkeit von Außenstehenden auf sich. Anfang Februar 2023 diente das Haus den „Geisterjägern“ Fabian, Alexandra und Roger Boldt als Kulisse für ihre „paranormalen“ Untersuchungen. Hierbei wollen sie nach eigener Aussage eine weibliche Stimme gehört haben.<ref name="wade230208">Pia Sofie Bartmann: [https://www.wa.de/hamm/spukt-es-geisterjaeger-hoeren-an-verlassener-jugendherberge-in-hamm-stimmen-92076454.html „Spukt es? ‚Geisterjäger‘ hören an verlassener Jugendherberge in Hamm Stimmen“] in: wa.de vom 8. Februar 2023</ref> Am [[10. November]] des selben Jahres verschafften sich minderjährige Störenfriede gegen Mittag Zutritt zu der seinerzeit ungenutzten Immobilie und randalierten dort offenbar ungezügelt. Fensterscheiben wurden eingeschlagen und das Mobiliar der ehemaligen Herberge verwüstet. Die von Augenzeugen alarmierte Polizei konnte noch vor Ort zwei der Beteiligten aufgreifen, weitere mutmaßlich Beteiligte wurden im Zuge einer Fahndung ermittelt. Unklar blieb, ob sämtliche Schäden tatsächlich bei diesem Vorfall entstanden waren, oder ob es weitere Einbrüche gegeben hatte.<ref name="wade231113">Markus Hanneken: [https://www.wa.de/hamm/uentrop-ort370525/hamm-jugendgaestehaus-verwuestet-polizei-greift-minderjaehrige-auf-92671208.html „Jugendgästehaus verwüstet - Polizei greift Minderjährige auf“] in: wa.de vom 13. November 2023</ref> In dieser Funktion ist es den meisten Hammer Bürgern im Gedächtnis.  


=== Flüchtlingsunterkunft (2023–2024) ===
=== Flüchtlingsunterkunft (2023–2024) ===
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[[Kategorie:Baudenkmäler in Uentrop]]
[[Kategorie:Baudenkmäler in Uentrop]]
[[Kategorie:Uentrop (Bezirk)]]
[[Kategorie:Uentrop (Bezirk)]]
[[Kategorie:Osten]]
[[Kategorie:Bad Hamm]]
[[Kategorie:Bad Hamm]]