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Der Präses, Kaplan Schröder, wurde als Pfarrvikar nach Lünen-Süd berufen. An seine Stelle trat am 01.05.1911 Herr Kaplan Bömer. | Der Präses, Kaplan Schröder, wurde als Pfarrvikar nach Lünen-Süd berufen. An seine Stelle trat am 01.05.1911 Herr Kaplan Bömer. | ||
Im Jahr 1912 konnte der Gesellenverein eine 50%tige Mitgliedersteigerung gegenüber dem Vorjahr aufweisen: von 301 auf 459. Eine Aufgliederung dieser Zahl zeigt, welche Bewegungen sich im Mitgliederbestand ergaben. Abgewandert waren 140 Mitglieder, zum Militär gingen 29 Gesellen, 5 Gesellen heirateten und schieden deshalb aus, in die Selbständigkeit gingen 3 Gesellen, | |||
3 weitere Gesellen traten aus demm Verein aus, zudem kam es zu einer Zuwanderung aus den Brudervereinen von 153 Gesellen, neu aufgenommen wurden 152 Personen, davon aus Sodalitäten und Jünglingsvereinen 35. Dazu kamen noch 21 provisorische Mitglieder. Nahezu an die 600 Ehrenmitglieder vernetzten den Verein in der Bürgerschaft. Der Verein verfügte über eine eigene Sparkasse, in die RM 2.513 eingelegt und RM 1.383 abgehoben wurden, so dass das Gesamtguthaben an Spareinlagen RM 7.740,- betrug. | |||
Neu ins Leben gerufen wurde im Jahr 1912 eine Schlosser-Fachabteilung. | |||
Die Bühne des großen Saales war damals die beste und schönste in ganz Hamm. Sie wurde mit neuer Lichttechnik ausgestattet. 1912 wurden an großen Theaterstücken gegeben: „Wenn Du noch eine Mutter hast“ und „Der Zunftmeister von Nürnberg“. | |||
In der äußeren Entwicklung des Vereins bildete der Bau des neuen Hospizes den bedeutendsten Sachverhalt. Hierüber berichtete uns der Jahresbericht von 1912 wie folgt: | |||
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Anstelle des alten, baufälligen und räumlich durchaus unzureichenden Hauses an der Brüderstraße wurde ein neues, geräumiges, modern eingerichtetes Hospiz errichtet. Das Haus ist so gebaut, dass es im unteren Stockwerk 2 größere Säle zu Unterrichtszwecken und Vortragsabenden, dann in 3 Etagen 30 Logierzimmer hat und zwar 15 mit je 3 Betten und 15 Einzelzimmer, so dass also außer den für Zugereiste vorgesehenen Betten und Zimmern 50 junge Leute ständig im Haus wohnen können. Trotzdem die Zimmer mit Dampfheizung, elektrischem Licht und ganz neuem Möblelement versehen sind stellt sich der Tagespreis nur auf 25 – 50 Pfg. In hygienischer Hinsicht ist gesorgt für gute Ventilation, besonders sind kalte und warme Bäder vorgesehen. Der Neubau wurde nach den Plänen des Herrn Architekten Brandt, hier begonnen am 01. April und konnte bereits am 10. November eingeweiht werden. Diesen bedeutungsvollen Akt nahm der Herr Generalpräses Magr. Schweitzer, der dem Bau ein so großes Interesse entgegengebracht hatte, selbst in feierlichster Weise vor. Dass der Bau, der architektonisch sehr schön sich ausnimmt, eine Notwendigkeit war, zeigt die Tatsache, dass schon sämtliche Zimmer besetzt sind. | |||
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== Historische Bilder == | == Historische Bilder == | ||