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[[Datei:Kloster Kentrop Kirche und Vorderseite Klosterflügel LAV NRW W W051 Karten A Nr. 6532 - CC-BY-SA.jpg|thumb|right|Kloster Kentrop, Kirche und Vorderseite eines Klosterflügels (1809)]] | [[Datei:Kloster Kentrop Kirche und Vorderseite Klosterflügel LAV NRW W W051 Karten A Nr. 6532 - CC-BY-SA.jpg|thumb|right|Kloster Kentrop, Kirche und Vorderseite eines Klosterflügels (1809)]] | ||
Bischof Everhard von Münster bekundet am [[13. Mai]] und am [[8. Juni]] [[1279]], dass der Edle Balduin von Steinfurt dem Nonnenkloster in Hamm (später [[Kloster Kentrop]]) den Beyerinchof mit 2 Hufen in | Bischof Everhard von Münster bekundet am [[13. Mai]] und am [[8. Juni]] [[1279]], dass der Edle Balduin von Steinfurt dem Nonnenkloster in Hamm (später [[Kloster Kentrop]]) den Beyerinchof mit 2 Hufen in Uentrop (Ysinckhtorpe) und Borbein (bei Beckum) verkauft hat. | ||
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Everhard, von Gottes Gnaden Bischof der Kirche zu Münster, entbietet allen Gläubigen Christi, die dieses Schreiben einsehen werden, Gruß im wahren Heil. Da es eher göttlicher als menschlicher Natur ist, alles im Gedächtnis zu behalten, lassen wir das, was vor uns geschieht, niederschreiben, damit es nicht der Vergessenheit anheimfällt. Deshalb wollen wir allen Gläubigen Christi, sowohl den gegenwärtigen als auch den zukünftigen, durch den Inhalt dieses Schreibens bekannt machen, dass in unserer Gegenwart Boldewinus, der Edle, Herr von Steinfurt, mit der ausdrücklichen Zustimmung all seiner Erben, nämlich seiner Frau Elisabeth, sowie seines Bruders Otto, Propst der alten Kirche St. Pauli zu Münster, und seines Sohnes Ludolf und seiner Töchter, nämlich Lise und Elisabeth, den Hof namens Beyerinchof mit zwei Hufen (einer in Ysinchtorpe und der andere in Borebenne), sowie mit den zur Zeit des Vertrags auf diesen Gütern ansässigen Personen, nämlich Gerhard Schultheiß in Beyerinchof zusammen mit seiner Frau und ihren Kindern, Albert in Ysinchtorpe, Heinrich in Borebenne mit ihren Frauen und Kindern, sowie mit ihrer gesamten Nachkommenschaft, und zugleich mit allen Rechten und Zugehörigkeiten dieser Güter, die damals dem genannten Boldewinus, Herrn von Steinfurt, zustanden, der Äbtissin und dem Konvent des Zisterzienserordens in Hamm, Diözese Köln, rein und absolut verkauft hat für einhundert Mark gangbarer Münze und gezahlten Geldes. Das Eigentum der vorgenannten Güter, Personen und aller Zugehörigkeiten, wie oben erwähnt, hat derselbe Boldewinus, Herr von Steinfurt, zusammen mit seinen vorgenannten Erben der genannten Äbtissin und dem Konvent vor uns großzügig übertragen und resigniert. Damit aber der vorgenannte Verkauf dauerhaft und fest bleibt und von Nachkommen unangefochten ist, haben wir, der oft genannte Boldewinus von Steinfurt, in Anerkennung der Wahrheit der vorgenannten Dinge und des Umstandes, dass wir das Geld für die besagten Güter vollständig erhalten haben, dieses hierüber gefertigte Schreiben mit dem Anbringen des Siegels des ehrwürdigen Herrn, unseres Bischofs von Münster, auf Bitten der vorgenannten Äbtissin und des Konvents zur Bestätigung mit dem Schutz unseres Siegels versehen lassen. Dies geschah in Münster im Hof des Hauses, das jetzt Bischofshof bei St. Michael genannt wird, am 13. Mai, am Tag des Heiligen Servatius, in Anwesenheit der edlen Männer: Herrn Theoderich von Adenoys, Scholaster; Herrn Gerhard von Lon und Herrn Hermann, Propst, genannt von Holte; Magister Lutbertus; Theoderich von Heringen; Werner von Rede; Hunold von Beveren, alle Kanoniker zu Münster; sowie Richard, Pfarrer von St. Lambert; Magister Ludolf, unser Kaplan; Heinrich von Detten, Truchsess; Richard von Legden und Rutger von Mileten; Gerhard von Lon; Gerhard von Bermentfelde; Bernhard von Pikenbroke; Engelbert von Bilrebeke; Gerhard von Vullen, alle Ritter; Heinrich, genannt von Offerhus, Richter; die Meister der Schöffen: Johann, genannt Wreden; Bernhard, genannt Kerkerinc; Gerwin der Reiche; Bernhard der Reiche; Hermann Kerkerinc; Johann, genannt Bleken; Johann, genannt Bromere; Johann von Cleihorst; Heinrich von Rodenkerken, alle Schöffen zu Münster, und viele andere. Gegeben im Jahre des Herrn 1279, am 8. Juni. | Everhard, von Gottes Gnaden Bischof der Kirche zu Münster, entbietet allen Gläubigen Christi, die dieses Schreiben einsehen werden, Gruß im wahren Heil. Da es eher göttlicher als menschlicher Natur ist, alles im Gedächtnis zu behalten, lassen wir das, was vor uns geschieht, niederschreiben, damit es nicht der Vergessenheit anheimfällt. Deshalb wollen wir allen Gläubigen Christi, sowohl den gegenwärtigen als auch den zukünftigen, durch den Inhalt dieses Schreibens bekannt machen, dass in unserer Gegenwart Boldewinus, der Edle, Herr von Steinfurt, mit der ausdrücklichen Zustimmung all seiner Erben, nämlich seiner Frau Elisabeth, sowie seines Bruders Otto, Propst der alten Kirche St. Pauli zu Münster, und seines Sohnes Ludolf und seiner Töchter, nämlich Lise und Elisabeth, den Hof namens Beyerinchof mit zwei Hufen (einer in Ysinchtorpe und der andere in Borebenne), sowie mit den zur Zeit des Vertrags auf diesen Gütern ansässigen Personen, nämlich Gerhard Schultheiß in Beyerinchof zusammen mit seiner Frau und ihren Kindern, Albert in Ysinchtorpe, Heinrich in Borebenne mit ihren Frauen und Kindern, sowie mit ihrer gesamten Nachkommenschaft, und zugleich mit allen Rechten und Zugehörigkeiten dieser Güter, die damals dem genannten Boldewinus, Herrn von Steinfurt, zustanden, der Äbtissin und dem Konvent des Zisterzienserordens in Hamm, Diözese Köln, rein und absolut verkauft hat für einhundert Mark gangbarer Münze und gezahlten Geldes. Das Eigentum der vorgenannten Güter, Personen und aller Zugehörigkeiten, wie oben erwähnt, hat derselbe Boldewinus, Herr von Steinfurt, zusammen mit seinen vorgenannten Erben der genannten Äbtissin und dem Konvent vor uns großzügig übertragen und resigniert. Damit aber der vorgenannte Verkauf dauerhaft und fest bleibt und von Nachkommen unangefochten ist, haben wir, der oft genannte Boldewinus von Steinfurt, in Anerkennung der Wahrheit der vorgenannten Dinge und des Umstandes, dass wir das Geld für die besagten Güter vollständig erhalten haben, dieses hierüber gefertigte Schreiben mit dem Anbringen des Siegels des ehrwürdigen Herrn, unseres Bischofs von Münster, auf Bitten der vorgenannten Äbtissin und des Konvents zur Bestätigung mit dem Schutz unseres Siegels versehen lassen. Dies geschah in Münster im Hof des Hauses, das jetzt Bischofshof bei St. Michael genannt wird, am 13. Mai, am Tag des Heiligen Servatius, in Anwesenheit der edlen Männer: Herrn Theoderich von Adenoys, Scholaster; Herrn Gerhard von Lon und Herrn Hermann, Propst, genannt von Holte; Magister Lutbertus; Theoderich von Heringen; Werner von Rede; Hunold von Beveren, alle Kanoniker zu Münster; sowie Richard, Pfarrer von St. Lambert; Magister Ludolf, unser Kaplan; Heinrich von Detten, Truchsess; Richard von Legden und Rutger von Mileten; Gerhard von Lon; Gerhard von Bermentfelde; Bernhard von Pikenbroke; Engelbert von Bilrebeke; Gerhard von Vullen, alle Ritter; Heinrich, genannt von Offerhus, Richter; die Meister der Schöffen: Johann, genannt Wreden; Bernhard, genannt Kerkerinc; Gerwin der Reiche; Bernhard der Reiche; Hermann Kerkerinc; Johann, genannt Bleken; Johann, genannt Bromere; Johann von Cleihorst; Heinrich von Rodenkerken, alle Schöffen zu Münster, und viele andere. Gegeben im Jahre des Herrn 1279, am 8. Juni. | ||
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== Anmerkung zu den Orts- und Hofbezeichnungen == | |||
Der Ort "Ysinchtorpe" ist mit großer Wahrscheinlichkeit das heutige Uentrop und der Beringhof ein vermutlich in späterer Zeit wüst gefallener Hof am Beringsbach in Uentrop. | |||
== Quellen == | == Quellen == | ||