Schacht Lerche: Unterschied zwischen den Versionen

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Nach Aufgabe der Zeche Heinrich-Robert wurde Schacht Lerche im Frühjahr 2013 verfüllt. Das Fördergerüst blieb jedoch intakt.<ref name="wade2407"/> Die ''RAG Mining Solutions GmbH'' bemühte sich bis zuletzt darum, Teile der Schachtanlage Lerche (Fördermaschine, Fördergerüst und drei Kältemaschinen) zu veräußern, ohne Erfolg. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) verzichtete darauf, Schacht Lerche unter Denkmalschutz zu stellen, obwohl man den Denkmalwert 2015 festgestellt hatte. Da jedoch Teile der Zeche Heinrich-Robert unter Schutz gestellt wurden, wurde auf eine Eintragung von Schacht Lerche in die [[Denkmalliste der Stadt Hamm]] verzichtet.<ref name="wade2407"/>  
Nach Aufgabe der Zeche Heinrich-Robert wurde Schacht Lerche im Frühjahr 2013 verfüllt. Das Fördergerüst blieb jedoch intakt.<ref name="wade2407"/> Die ''RAG Mining Solutions GmbH'' bemühte sich bis zuletzt darum, Teile der Schachtanlage Lerche (Fördermaschine, Fördergerüst und drei Kältemaschinen) zu veräußern, ohne Erfolg. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) verzichtete darauf, Schacht Lerche unter Denkmalschutz zu stellen, obwohl man den Denkmalwert 2015 festgestellt hatte. Da jedoch Teile der Zeche Heinrich-Robert unter Schutz gestellt wurden, wurde auf eine Eintragung von Schacht Lerche in die [[Denkmalliste der Stadt Hamm]] verzichtet.<ref name="wade2407"/>  


Anfang 2024 berichtete der [[WA]], dass die Abrissgenehmigung vorliegt, nachdem aus zeitgeschichtlichen Gründen zunächst eine Dokumentation der Anlagen für die Nachwelt erfolgen musste.<ref>Stefan Gehre: [https://www.wa.de/hamm/herringen-ort370529/creativrevier-heinrich-robert-in-hamm-hat-2024-viel-vor-92770666.html „Public Viewing, ExtraSchicht und mehr: CreativRevier will 2024 durchstarten“] in: wa.de vom 11. Januar 2024</ref> Der Abriss ist inzwischen für das erste Quartal 2025 avisiert.<ref name="wade2407">Stefan Gehre: [https://www.wa.de/hamm/pelkum-ort370530/ende-des-golfschlaegers-rueckbau-von-schacht-lerche-in-hamm-naht-93194768.html „Ende des „Golfschlägers“: Abriss von Schacht Lerche steht bevor“] in: wa.de vom 18. Juli 2024</ref>
Anfang 2024 berichtete der [[WA]], dass die Abrissgenehmigung vorliegt, nachdem aus zeitgeschichtlichen Gründen zunächst eine Dokumentation der Anlagen für die Nachwelt erfolgen musste.<ref>Stefan Gehre: [https://www.wa.de/hamm/herringen-ort370529/creativrevier-heinrich-robert-in-hamm-hat-2024-viel-vor-92770666.html ''Public Viewing, ExtraSchicht und mehr: CreativRevier will 2024 durchstarten'']. In: wa.de vom 11. Januar 2024.</ref> Der Abriss ist inzwischen für das erste Quartal 2025 avisiert.<ref name="wade2407">Stefan Gehre: [https://www.wa.de/hamm/pelkum-ort370530/ende-des-golfschlaegers-rueckbau-von-schacht-lerche-in-hamm-naht-93194768.html ''Ende des „Golfschlägers“: Abriss von Schacht Lerche steht bevor'']. In: wa.de vom 18. Juli 2024.</ref>


== Fördergerüst ==
== Fördergerüst ==
Das als Unikat entworfene Fördergerüst wurde von den Architekten bewusst mit einem naturnahen Material- und Farbkonzept versehen. 1988 wurde es vom Kommunalverband Ruhr im Zuge des Wettbewerbs „Vorbildliche Gestaltung von Bergwerks-Außenanlagen“ mit dem 1. Preis ausgezeichnet: „Diese Gestaltung galt als beispielhaft und sollte für weitere neu errichtete Schachtanlagen am Nordrand des Ruhrgebietes als Vorbild dienen“, so die Denkmalschützer.<ref name="wade2407"/>
Das als Unikat entworfene Fördergerüst wurde von den Architekten bewusst mit einem naturnahen Material- und Farbkonzept versehen. 1988 wurde es vom Kommunalverband Ruhr im Zuge des Wettbewerbs „Vorbildliche Gestaltung von Bergwerks-Außenanlagen“ mit dem 1. Preis ausgezeichnet: „Diese Gestaltung galt als beispielhaft und sollte für weitere neu errichtete Schachtanlagen am Nordrand des Ruhrgebietes als Vorbild dienen“, so die Denkmalschützer.<ref name="wade2407"/>


Das Fördergerüst mit dem Spitznamen „Golfschläger“ (oder auch "Rohrzange")<ref>''Rohrzange droht zu fallen''. In: Industriekultur 3.20, S. 43.</ref> hatte jedoch zunächst als Fördergerüst des Schachtes Romberg der Zeche Haus Aden (Bergkamen-Oberaden) gedient. Es wurde im Zuge des Ausbaus von Schacht Lerche im Jahr [[2001]] hierhin versetzt.
Das Fördergerüst mit dem Spitznamen „Golfschläger“ oder „Rohrzange“<ref>''Rohrzange droht zu fallen''. In: Industriekultur 3.20, S. 43.</ref> hatte jedoch zunächst als Fördergerüst des Schachtes Romberg der Zeche Haus Aden (Bergkamen-Oberaden) gedient. Es wurde im Zuge des Ausbaus von Schacht Lerche im Jahr [[2001]] hierhin versetzt.


== Fotos ==
== Fotos ==