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Die Eisenbahnbrücke weist eine maximale Durchfahrtshöhe von 3,50 Meter auf den äußeren Fahrspuren (je eine stadtein- und auswärts) und 3,80 Metern auf der mittleren Fahrspur (stadteinwärts) auf. Diese Höhe wurde bei Errichtung der Brücke im Jahr 1925 noch von keinem Lastwagen erreicht,<ref name="wade250612"/> heute dagegen schon. Die zulässige Durchfahrtshöhe wird jedoch regelmäßig ignoriert, da eine Umfahrung mit einem erheblichen Umweg verbunden wäre. So müssen nach Darstellung der [[Westfälische Drahtindustrie|Westfälischen Drahtindustrie]] bis zu 60 Zulieferer-LKW täglich Umwege zum Betriebsgelände aufgrund der Eisenbahnbrücke in Kauf nehmen.<ref name="wade240710"/> Offenbar setzen einige Speditionen auch keine spezifischen LKW-Navigationsgeräte ein, die vor der nicht hinreichenden Höhe warnen könnten. | Die Eisenbahnbrücke weist eine maximale Durchfahrtshöhe von 3,50 Meter auf den äußeren Fahrspuren (je eine stadtein- und auswärts) und 3,80 Metern auf der mittleren Fahrspur (stadteinwärts) auf. Diese Höhe wurde bei Errichtung der Brücke im Jahr 1925 noch von keinem Lastwagen erreicht,<ref name="wade250612"/> heute dagegen schon. Die zulässige Durchfahrtshöhe wird jedoch regelmäßig ignoriert, da eine Umfahrung mit einem erheblichen Umweg verbunden wäre. So müssen nach Darstellung der [[Westfälische Drahtindustrie|Westfälischen Drahtindustrie]] bis zu 60 Zulieferer-LKW täglich Umwege zum Betriebsgelände aufgrund der Eisenbahnbrücke in Kauf nehmen.<ref name="wade240710">Markus Hanneken: [https://www.wa.de/hamm/hamm-mitte-ort370531/hamm-wieder-lkw-an-bahnbruecke-verkeilt-kritik-an-beschilderung-93179561.html ''Wieder Lkw an Bahnbrücke verkeilt - Kritik an Beschilderung'']. In: wa.de vom 10. Juli 2024.</ref> Offenbar setzen einige Speditionen auch keine spezifischen LKW-Navigationsgeräte ein, die vor der nicht hinreichenden Höhe warnen könnten. | ||
Nach jeder Kollision muss die Brücke von einem Sachverständigen der Deutschen Bahn auf ihre Integrität überprüft werden.<ref name="wade130319"/> Vergleichbare Vorfälle gibt es zahlreich auch am [[Nordenstiftsweg]], die Brücke an der Wilhelmstraße ist aber am häufigsten betroffen.<ref name="wade130319"/> Bis Anfang der 2010er war auch die Eisenbahnunterführung an der [[Alleestraße]] für solche Kollisionen bekannt, hier konnte durch eine Absenkung der Fahrbahn um 30 Zentimeter Abhilfe geschaffen werden. | Nach jeder Kollision muss die Brücke von einem Sachverständigen der Deutschen Bahn auf ihre Integrität überprüft werden.<ref name="wade130319">Markus Hanneken: [https://www.wa.de/hamm/bleibt-unter-bruecke-stecken-2808740.html ''Schon wieder! Lkw bleibt unter der Brücke stecken'']. In: wa.de vom 19. März 2013.</ref> Vergleichbare Vorfälle gibt es zahlreich auch am [[Nordenstiftsweg]], die Brücke an der Wilhelmstraße ist aber am häufigsten betroffen.<ref name="wade130319"/> Bis Anfang der 2010er war auch die Eisenbahnunterführung an der [[Alleestraße]] für solche Kollisionen bekannt, hier konnte durch eine Absenkung der Fahrbahn um 30 Zentimeter Abhilfe geschaffen werden. | ||
==== Installation von Warnsignalen (2018) ==== | ==== Installation von Warnsignalen (2018) ==== | ||
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Am [[27. Februar]] [[2018]] wurden daher Warnsignale auf beiden Seiten installiert, die auf die verringerte Durchfahrtshöhe hinweisen. Diese wurden in Verbindung mit einer zusätzlichen Ausschilderung so installiert, dass ein Abbiegen für LKW noch möglich ist. Zusätzlich wurden die Warntafeln, die bis dahin unmittelbar an der Brücke montiert waren und durch die Unfälle regelmäßig geschädigt wurden, an Ketten abgehängt (in der Berichterstattung des [[WA]] auch als „Galgen“ bezeichnet). Die Maßnahme kostete 4000 Euro.<ref>Markus Hanneken: [https://www.wa.de/hamm/blinkende-warnschilder-sollen-bruecken-crashs-verhindern-9649310.html ''Blinkende Warnschilder sollen in Hamm Brücken-Crashs verhindern'']. In: wa.de vom 27. Februar 2018.</ref> Bis 2024 kam es dann zu keinen weiteren Vorfällen, als sich gleich fünf weitere Unfälle ereigneten.<ref name="wade240316"/> | Am [[27. Februar]] [[2018]] wurden daher Warnsignale auf beiden Seiten installiert, die auf die verringerte Durchfahrtshöhe hinweisen. Diese wurden in Verbindung mit einer zusätzlichen Ausschilderung so installiert, dass ein Abbiegen für LKW noch möglich ist. Zusätzlich wurden die Warntafeln, die bis dahin unmittelbar an der Brücke montiert waren und durch die Unfälle regelmäßig geschädigt wurden, an Ketten abgehängt (in der Berichterstattung des [[WA]] auch als „Galgen“ bezeichnet). Die Maßnahme kostete 4000 Euro.<ref>Markus Hanneken: [https://www.wa.de/hamm/blinkende-warnschilder-sollen-bruecken-crashs-verhindern-9649310.html ''Blinkende Warnschilder sollen in Hamm Brücken-Crashs verhindern'']. In: wa.de vom 27. Februar 2018.</ref> Bis 2024 kam es dann zu keinen weiteren Vorfällen, als sich gleich fünf weitere Unfälle ereigneten.<ref name="wade240316"/> | ||
==== Erneute Unfälle (2024/2025) | ==== Erneute Unfälle (2024/2025) ==== | ||
Im Jahr [[2024]] kam es binnen einer Woche, erstmals seit 2018, wieder zu gleich zwei LKW-Kollisionen mit der Eisenbahnbrücke an der Kreuzung zum [[Schwarzer Weg|Schwarzen Weg]]: Am [[11. März]] stieß ein vier Meter hoher Containertransporter aus der Innenstadt kommend gegen 8:30 Uhr mit der Brücke zusammen. Der geladene Überseecontainer stürzte halb auf die Straße und musste mit einem Kran umgeladen werden. Gegen 14:00 Uhr war die Aktion beendet.<ref name="wade240316">Max Lametz, Markus Hanneken: ''[https://www.wa.de/hamm/hamm-mitte-ort370531/wilhelmstrasse-in-hamm-lkw-faehrt-sich-unter-bahnbruecke-fest-92883059.html Wilhelmstraße nach Lkw-Crash stundenlang gesperrt]''. In: wa.de vom 11. März 2024.</ref> Am [[14. März]] stieß dann ein LKW, dessen Fahrer unter Drogeneinfluss stand, gegen 14:20 Uhr mit seinem Aufbau gegen die Brücke. Die Polizei konnte den Fahrer bei seiner Flucht stellen.<ref>''[https://www.wa.de/hamm/hamm-mitte-ort370531/drogen-vernebeln-bewusstsein-wieder-bruecken-crash-in-hamm-92893316.html Wieder Brücken-Crash in Hamm - Benebelter Fahrer haut einfach ab]'' in: wa.de vom 15. März 2024</ref> Noch im selben Jahr kam es zu insgesamt drei weiteren Kollisionen. Auch Anfang 2025 setzte sich die Serie fort. | Im Jahr [[2024]] kam es binnen einer Woche, erstmals seit 2018, wieder zu gleich zwei LKW-Kollisionen mit der Eisenbahnbrücke an der Kreuzung zum [[Schwarzer Weg|Schwarzen Weg]]: Am [[11. März]] stieß ein vier Meter hoher Containertransporter aus der Innenstadt kommend gegen 8:30 Uhr mit der Brücke zusammen. Der geladene Überseecontainer stürzte halb auf die Straße und musste mit einem Kran umgeladen werden. Gegen 14:00 Uhr war die Aktion beendet.<ref name="wade240316">Max Lametz, Markus Hanneken: ''[https://www.wa.de/hamm/hamm-mitte-ort370531/wilhelmstrasse-in-hamm-lkw-faehrt-sich-unter-bahnbruecke-fest-92883059.html Wilhelmstraße nach Lkw-Crash stundenlang gesperrt]''. In: wa.de vom 11. März 2024.</ref> Am [[14. März]] stieß dann ein LKW, dessen Fahrer unter Drogeneinfluss stand, gegen 14:20 Uhr mit seinem Aufbau gegen die Brücke. Die Polizei konnte den Fahrer bei seiner Flucht stellen.<ref>''[https://www.wa.de/hamm/hamm-mitte-ort370531/drogen-vernebeln-bewusstsein-wieder-bruecken-crash-in-hamm-92893316.html Wieder Brücken-Crash in Hamm - Benebelter Fahrer haut einfach ab]'' in: wa.de vom 15. März 2024</ref> Noch im selben Jahr kam es zu insgesamt drei weiteren Kollisionen. Auch Anfang 2025 setzte sich die Serie fort. | ||