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Elias Marks: Unterschied zwischen den Versionen

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Elias Marks war Sohn des [[Marcus Hertz]], einem Bruder des [[Anschel Hertz]]. Er war verheiratet mit Henriette Hertz ([[1769]]-[[1823]]). Ihre Tochter Sophie ([[1791]]-[[1816]]) heiratete [[1815]] [[Alexander Haindorf]] († [[1862]]).
Elias Marks war Sohn des [[Marcus Hertz]] (1741-1820), einem Bruder des [[Anschel Hertz]]. Er war verheiratet mit Henriette Hertz ([[1769]]-[[1823]]). Ihre Tochter Sophie ([[1791]]-[[1816]]) heiratete [[1815]] [[Alexander Haindorf]] († [[1862]]).


== Leben ==
== Leben ==
Der Kaufmann Elias Marks lebte in der [[Südstraße 6]] (alt: Nro 559). [[1820]] kaufte er für 18.300 Reichstaler Gut [[Haus Caldenhof|Caldenhof]] von den Erben Wolframsdorf. [[1824]] kaufte er [[Schulze Welkinghof|Gut Wilkinghof]] in [[Berge]]. Im gleichen Jahr erwarb er von der evangelischen Gemeinde das Gebäude der ehemaligen [[Lutherische Elementarschule|lutherischen Elementarschule]] an der [[Martin-Luther-Straße]]. Am [[4. März]] [[1845]] kaufte Marks die Hausstätte [[Königstraße 16]] und vermietete das dortige Haus.  
Der Kaufmann Elias Marks führte zunächst seine Kaufmannshandlung im elterlichen Hause in der [[Südstraße 6]]. [[1820]] kaufte er für 18.300 Reichstaler Gut [[Haus Caldenhof|Caldenhof]] von den Erben Wolframsdorf. [[1824]] kaufte er [[Schulze Welkinghof|Gut Wilkinghof]] in [[Berge]]. Im gleichen Jahr erwarb er von der evangelischen Gemeinde das Gebäude der ehemaligen [[Lutherische Elementarschule|lutherischen Elementarschule]] an der [[Martin-Luther-Straße]]. Am [[4. März]] [[1845]] kaufte Marks die Hausstätte [[Königstraße 16]] und vermietete das dortige Haus.  


Bislang kaum bekannt sein dürfte, dass er von [[1841]] bis [[1843]] als [[Stadtverordnetenversammlung|Stadtverordneter]] belegt ist. Zusammen mit [[Israel Gerson]], [[Seligmann Bacharach]], [[Levi Stern]] und [[Elias Spanier]] kaufte Elias Marks [[1842]] das Haus [[Martin-Luther-Straße]] 5, um es anschließend der jüdischen Gemeinde als Schule zur Verfügung zu stellen. Auch das Schulprojekt seines Schwiegersohns [[Alexander Haindorf]] in Münster unterstützte er mit nicht unerheblichen Geldmitteln. Testamentarisch errichtete er [[1854]] die [[Soziale Stiftungen|Marks-Stiftung]] mit der Auflage, dass dadurch ein hilfsbedürftiger Bürger beliebiger Konfession unterstützt werden sollte. Diese Stiftung umfasste Zinsen aus einem Kapital von 5.000 Reichstalern und die Nutzungsrechte an einem Garten in der Südenfeldmark. <br>Sein Grabmal befindet sich auf dem jüdischen Teil des [[Ostenfriedhof|Ostenfriedhofs]].
Bislang kaum bekannt sein dürfte, dass er von [[1841]] bis [[1843]] als [[Stadtverordnetenversammlung|Stadtverordneter]] belegt ist. Zusammen mit [[Israel Gerson]], [[Seligmann Bacharach]], [[Levi Stern]] und [[Elias Spanier]] kaufte Elias Marks [[1842]] das Haus [[Martin-Luther-Straße]] 5, um es anschließend der jüdischen Gemeinde als Schule zur Verfügung zu stellen. Auch das Schulprojekt seines Schwiegersohns [[Alexander Haindorf]] in Münster unterstützte er mit nicht unerheblichen Geldmitteln. Testamentarisch errichtete er [[1854]] die [[Soziale Stiftungen|Marks-Stiftung]] mit der Auflage, dass dadurch ein hilfsbedürftiger Bürger beliebiger Konfession unterstützt werden sollte. Diese Stiftung umfasste Zinsen aus einem Kapital von 5.000 Reichstalern und die Nutzungsrechte an einem Garten in der Südenfeldmark. <br>Sein Grabmal befindet sich auf dem jüdischen Teil des [[Ostenfriedhof|Ostenfriedhofs]].

Version vom 25. September 2024, 10:53 Uhr

Grabmal auf dem Ostenfriedhof 2007

Elias Marks (* 20. Juni 1765 in Kamen; † 14. Januar 1854 in Hamm) war Kaufmann in Hamm und ein bedeutender Vertreter der jüdischen Gemeinde.

Familie

Elias Marks war Sohn des Marcus Hertz (1741-1820), einem Bruder des Anschel Hertz. Er war verheiratet mit Henriette Hertz (1769-1823). Ihre Tochter Sophie (1791-1816) heiratete 1815 Alexander Haindorf († 1862).

Leben

Der Kaufmann Elias Marks führte zunächst seine Kaufmannshandlung im elterlichen Hause in der Südstraße 6. 1820 kaufte er für 18.300 Reichstaler Gut Caldenhof von den Erben Wolframsdorf. 1824 kaufte er Gut Wilkinghof in Berge. Im gleichen Jahr erwarb er von der evangelischen Gemeinde das Gebäude der ehemaligen lutherischen Elementarschule an der Martin-Luther-Straße. Am 4. März 1845 kaufte Marks die Hausstätte Königstraße 16 und vermietete das dortige Haus.

Bislang kaum bekannt sein dürfte, dass er von 1841 bis 1843 als Stadtverordneter belegt ist. Zusammen mit Israel Gerson, Seligmann Bacharach, Levi Stern und Elias Spanier kaufte Elias Marks 1842 das Haus Martin-Luther-Straße 5, um es anschließend der jüdischen Gemeinde als Schule zur Verfügung zu stellen. Auch das Schulprojekt seines Schwiegersohns Alexander Haindorf in Münster unterstützte er mit nicht unerheblichen Geldmitteln. Testamentarisch errichtete er 1854 die Marks-Stiftung mit der Auflage, dass dadurch ein hilfsbedürftiger Bürger beliebiger Konfession unterstützt werden sollte. Diese Stiftung umfasste Zinsen aus einem Kapital von 5.000 Reichstalern und die Nutzungsrechte an einem Garten in der Südenfeldmark.
Sein Grabmal befindet sich auf dem jüdischen Teil des Ostenfriedhofs.

Literatur

  • Mechthild Brand: Zwischen gesellschaftlicher Wirklichkeit und eigener Entscheidung. Drei Frauengenerationen der Familie Herz, in: Die vergessene Geschichte - 775 Jahre Frauenleben in Hamm. Werkstattberichte, hrsg. von Antje Flüchter-Sheryari - Maria Perrefort, Hamm 2001, S. 237-243.
  • Anna Dartmann: Die soziale, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der jüdischen Gemeinde in Hamm (1327-1943), Hamm o.J. (Tatsachen und Berichte 24), S. 47.
  • Susanne Freund, Sophie Haindorf – Ein jüdisches Frauenleben, in: Die vergessene Geschichte - 775 Jahre Frauenleben in Hamm. Werkstattberichte, hrsg. von Antje Flüchter-Sheryari - Maria Perrefort, Hamm 2001, S. 226-236.
  • Elke Hilscher: "...die Liebe kann nicht untergehen..." Jüdischer Friedhof in Hamm. Eine Dokumentation in Bildern. Photographie: Heinz Feußner, Hamm 1994, S. 232 Nr. 185.
  • Andreas Skopnik: Öffnet die Pforten der Gerechtigkeit. Bau und Abbruch der Neuen Synagoge in Hamm 1868 und 1939, Hamm 1995, S. 8.

Weblinks