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Südstraße 4: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Hausstätte [[Südstraße]] 4''' ist heute Teil des [[Santa-Monica-Platz|Santa-Monica-Platzes]]. Der Neubau, der um 1900 errichtet wurde, wurde 1971 abgerissen.
Die '''Hausstätte [[Südstraße]] 4''' ist heute Teil des [[Santa-Monica-Platz|Santa-Monica-Platzes]]. Der Neubau, der nach 1901 errichtet worden war, wurde 1971 abgerissen.


== Geschichte ==
== Geschichte der Hausstätte ==
1770 ist Kaufmann [[Seligmann Horn]] im Hause Südstraße 4 (alt: [[Häuserbuch|Nro 381]]) ansässig, das 1804 Witwe Seeligmann Horn geb. Fridericke Leffmann (ca. 1717-1811) mit ihren Söhnen [[Marcus Seligmann Bacharach|Marcus]], [[Lifmann Seligmann Bacharach|Leifman]] und Hertz Seeligmann besaß. 1831 betrieben die Gebrüder Seligmann im Hause eine ''Colonial- u. Manufacturwaarenhandlung''. 1871 ist ''Banquier'' [[Moritz Bacharach]] († 1903) als Eigentümer nachgewiesen, ebenso 1886 (''Banquier Moritz Bacharach'').
[[Datei:Südstr 4 1901.jpg|thumb|right|Südstraße 4 (1901)]]
Nach dem [[Stadtbrände|Stadtbrand]] von 1741 ließ 1742 Marcus Horn das Haus Südstraße 4 mit der alten Hausnummer [[Häuserbuch|Nro 381]] auf seiner ( = I.) und der aufgekauften Nachbarbrandstätte (= II.) in der Südhofe neu errichten. 1770 ist Kaufmann [[Seligmann Horn]] im Hause Südstraße 4 ansässig, das 1804 Witwe Seligmann Horn geb. Prinz Leiffmann (1721–1811) mit ihren Söhnen [[Marcus Seligmann Bacharach|Marcus]], [[Lifmann Seligmann Bacharach|Leifman]] und Hertz Seligmann besaß. 1831 betrieben die Gebrüder Seligmann im Hause eine ''Colonial- u. Manufacturwaarenhandlung'', ab 1839 ist Kaufmann Seligmann Bacharach, der 1839 und 1843 [[Stadtverordnetenversammlung|Stadtverordneter]] war, ab 1871 ''Banquier'' [[Moritz Bacharach]] († 1903) als Eigentümer nachgewiesen.
 
== Eigentümer ==
'''I.'''
*[[1715]]/[[1741]]: '''Marcus Horn'''(<ref>Lebensdaten konnten bislang nicht ermittelt werden, aber wohl identisch mit Marcus Horn, der 1715 8 Reichstaler ''Judenbefreiungsgelder'' an die Stadt Hamm zahlte.</ref>), Jude, Pfandleiher
::: oo Sibilla
 
'''II.'''
*[[1734]]/[[1741]]: '''Procur. Neuhaus'''<ref>Eine eindeutige Identifizierung ist bislang nicht möglich (23.09.2024).</ref>
*[[1741]]: Kauf der Brandstätte durch Marcus Horn
 
'''I./II.'''
* [[1742]]/[[1751]]: '''Marcus Horn''', Jude, Pfandleiher (→ I.)
* [[1766]]<ref>Erbe der Eheleute Marcus Horn</ref>/[[1788]]: '''Seligmann Horn''' (1715-1788), Pfandleiher, Kaufmann
::: oo Prinz Leif(f)man (1721-1811)
* [[1788]]/[[1811]]: '''Wwe Seligmann Horn''' geb. Prinz Leiffmann mit '''3 Söhnen''': Marcus, Leifmann und Hertz
* [[1816]]/[[1839]]: Gebrüder Kaufleute '''[[Marcus Seligmann Bacharach|Markus Seligmann]]''' (1751-1840) und '''[[Lifmann Seligmann Bacharach|Leifman Seligmann]]''' (1756-1841<ref>Das gemeinsame Grab befindet sich auf dem jüdischen Teil des Ostenfriedhofs; vgl. Elke Hilscher: Jüdischer Friedhof in Hamm, Hamm 1994, S. 46f. G 199.</ref>)
* [[1839]]<ref>1839 Kauf von den Gebrüdern Seligmann</ref>/[[1850]]: '''[[Seligmann Bacharach]]''' (1789-1850<ref>Das Grab befindet sich auf dem jüdischen Teil des Ostenfriedhofs; vgl. Elke Hilscher: Jüdischer Friedhof in Hamm, Hamm 1994, S. 44f. G 188.</ref>), Kaufmann
::: oo Bertha Leifmann (1802-1868) aus Dinslaken
* [[1871]]<ref>1871 als Sohn des Seligmann Bacharach, Tod des Bruders Meyer Bacharach</ref>/[[1886]]: '''[[Moritz Bacharach]]''' (1833-1903<ref>Das Grab befindet sich auf dem jüdischen Teil des Ostenfriedhofs; vgl. Elke Hilscher: Jüdischer Friedhof in Hamm, Hamm 1994, S. 48f. G 52.</ref>), Bankier
::: oo 1863 Emilie Rothschild (1844-1932) aus Menden
 
== Anmerkungen ==
<references/>


== Literatur ==
== Literatur ==
Elke Hilscher: ''Bürger Bacharach'', in: Spuren zur „Reichskristallnacht“ in Hamm, Hamm 1988, S. 25-26.
* Hilscher, Elke: ''Bürger Bacharach''. In: Spuren zur „Reichskristallnacht“ in Hamm. Hamm 1988, S. 25–26.
* Andreas Schulte: ''Häuserbuch der Stadt Hamm'', unveröffentlichtes Manuskript, Nro 381.


[[Kategorie:Alte Hausstätten]]
[[Kategorie:Alte Hausstätten]]
[[Kategorie:Ehemalige Gebäude]]
[[Kategorie:Südstraße]]

Aktuelle Version vom 24. September 2024, 19:19 Uhr

Hausstätte Südstraße 4 (2007)

Die Hausstätte Südstraße 4 ist heute Teil des Santa-Monica-Platzes. Der Neubau, der nach 1901 errichtet worden war, wurde 1971 abgerissen.

Geschichte der Hausstätte

Südstraße 4 (1901)

Nach dem Stadtbrand von 1741 ließ 1742 Marcus Horn das Haus Südstraße 4 mit der alten Hausnummer Nro 381 auf seiner ( = I.) und der aufgekauften Nachbarbrandstätte (= II.) in der Südhofe neu errichten. 1770 ist Kaufmann Seligmann Horn im Hause Südstraße 4 ansässig, das 1804 Witwe Seligmann Horn geb. Prinz Leiffmann (1721–1811) mit ihren Söhnen Marcus, Leifman und Hertz Seligmann besaß. 1831 betrieben die Gebrüder Seligmann im Hause eine Colonial- u. Manufacturwaarenhandlung, ab 1839 ist Kaufmann Seligmann Bacharach, der 1839 und 1843 Stadtverordneter war, ab 1871 Banquier Moritz Bacharach († 1903) als Eigentümer nachgewiesen.

Eigentümer

I.

oo Sibilla

II.

  • 1734/1741: Procur. Neuhaus[2]
  • 1741: Kauf der Brandstätte durch Marcus Horn

I./II.

  • 1742/1751: Marcus Horn, Jude, Pfandleiher (→ I.)
  • 1766[3]/1788: Seligmann Horn (1715-1788), Pfandleiher, Kaufmann
oo Prinz Leif(f)man (1721-1811)
oo Bertha Leifmann (1802-1868) aus Dinslaken
oo 1863 Emilie Rothschild (1844-1932) aus Menden

Anmerkungen

  1. ↑ Lebensdaten konnten bislang nicht ermittelt werden, aber wohl identisch mit Marcus Horn, der 1715 8 Reichstaler Judenbefreiungsgelder an die Stadt Hamm zahlte.
  2. ↑ Eine eindeutige Identifizierung ist bislang nicht möglich (23.09.2024).
  3. ↑ Erbe der Eheleute Marcus Horn
  4. ↑ Das gemeinsame Grab befindet sich auf dem jüdischen Teil des Ostenfriedhofs; vgl. Elke Hilscher: Jüdischer Friedhof in Hamm, Hamm 1994, S. 46f. G 199.
  5. ↑ 1839 Kauf von den Gebrüdern Seligmann
  6. ↑ Das Grab befindet sich auf dem jüdischen Teil des Ostenfriedhofs; vgl. Elke Hilscher: Jüdischer Friedhof in Hamm, Hamm 1994, S. 44f. G 188.
  7. ↑ 1871 als Sohn des Seligmann Bacharach, Tod des Bruders Meyer Bacharach
  8. ↑ Das Grab befindet sich auf dem jüdischen Teil des Ostenfriedhofs; vgl. Elke Hilscher: Jüdischer Friedhof in Hamm, Hamm 1994, S. 48f. G 52.

Literatur

  • Hilscher, Elke: Bürger Bacharach. In: Spuren zur „Reichskristallnacht“ in Hamm. Hamm 1988, S. 25–26.
  • Andreas Schulte: Häuserbuch der Stadt Hamm, unveröffentlichtes Manuskript, Nro 381.