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'''[[Hamm]] wurde vor 682 Jahren gegründet.''' | '''[[Hamm]] wurde vor 682 Jahren gegründet.''' | ||
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[[Bild:Unglück_Maiximilian.jpg|thumb|right|Angehörige am Eingangstor der Zeche Maximilian]] | [[Bild:Unglück_Maiximilian.jpg|thumb|right|Angehörige am Eingangstor der Zeche Maximilian]] | ||
[[Bild:Radbod_1908.jpg|thumb|right|''Die Unglückszeche'' ([[Zeche Radbod]] 2) Postkarte von 1908]] | [[Bild:Radbod_1908.jpg|thumb|right|''Die Unglückszeche'' ([[Zeche Radbod]] 2) Postkarte von 1908]] | ||
[[Bild:Feuerwehr_Braam_Ostwennemar_1908.jpg|thumb|right|Feuerwehrmänner in Braam-Ostwennemar im Jahr 1908]] | [[Bild:Feuerwehr_Braam_Ostwennemar_1908.jpg|thumb|right|Feuerwehrmänner in Braam-Ostwennemar im Jahr 1908]] | ||
== Ereignisse == | |||
* [[9. Oktober]]: Die [[Feuerwehr Herringen|Freiwillige Feuerwehr Herringen]] wird gegründet. | |||
== Wirtschaft == | == Wirtschaft == | ||
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== Bergbau == | == Bergbau == | ||
* Auf der [[Zeche Maximilian]] wird die | * Auf der [[Zeche Maximilian]] wird die zweite Sohle am Schacht gesetzt, und zwar in einer Tiefe von 765 Metern.<ref>Peter Voß: Die Zechen in Hamm. Werne 1994, S. 34.</ref> | ||
* Am [[9. April]] ereignete sich eine Schlagwetterexplosion auf der [[Zeche Maximilian]] in [[Werries]]. | * Am [[9. April]] ereignete sich eine Schlagwetterexplosion auf der [[Zeche Maximilian]] in [[Werries]]. Zwölf Bergleute wurden zum Teil schwer verletzt. | ||
* Am [[12. November]] ereignet sich eine schwere Kohlenstaubexplosion auf der [[Zeche Radbod]] in [[Bockum-Hövel]]. Von den 380 eingefahrenen Bergleuten und | * Am [[12. November]] ereignet sich eine schwere [[Grubenunglück 1908 auf der Zeche Radbod|Kohlenstaubexplosion]] auf der [[Zeche Radbod]] in [[Bockum-Hövel]]. Von den 380 eingefahrenen Bergleuten und sechs Beamten konnten nur 17 unverletzt, 26 schwer verletzt und 40 tot geborgen werden. Weitere 303 Bergleute konnten nicht geborgen werden und starben unter Tage. Die Katastrophe bewegte deutschlandweit viele Menschen zu großer Anteilnahme für die Hinterbliebenen der Bergleute. Am [[16. November]] wurden die geborgenen Leichen der Bergleute in einem Massengrab des [[Höveler Friedhof]]s beigesetzt. Die Zeche musste komplett unter Wasser gesetzt werden. Am [[17. Dezember]] wurde dann mit dem Sümpfen der Grube, d.h. mit ihrem Trockenlegen, begonnen.<ref> Peter Voß: Die Zechen in Hamm. Werne 1994. S. 41</ref> → siehe auch: ''[[Grubenunglück 1908 auf der Zeche Radbod]]'' | ||
* Auf der [[Zeche de Wendel]] wird mit dem Bau der Kokerei begonnen. <ref> Peter Voß: Die Zechen in Hamm. Werne 1994. S. 14</ref> | * Auf der [[Zeche de Wendel]] wird mit dem Bau der Kokerei begonnen. <ref> Peter Voß: Die Zechen in Hamm. Werne 1994. S. 14</ref> | ||
== Verwaltung == | == Verwaltung == | ||
* [[1. April]]: Der spätere Oberbürgermeister [[Josef Schlichter]] tritt als Magistratsassessor in die Hammer Stadtverwaltung ein. | |||
* [[1. April]]: Bockum und Hövel bilden das Amt [[Bockum-Hövel]], das dem Kreis Lüdinghausen im Regierungsbezirk Münster angeschlossen wird. | |||
* Am [[20. Juni]] wird [[Fritz Freiherr von Twickel]] zu Ermelinghof, Braam, Lettenbruch und Kernebeck, durch den Oberpräsidenten der Provinz Westfalen offiziell zum Ehrenamtmann des Amtes [[Bockum-Hövel]] ernannt. Das Amt Bockum-Hövel war zum 1. April errichtet worden. <ref>Fritz Schumacher, Hartmut Greilich: Bockum-Hövel. Aus Geschichte und Heimatkunde. Bockum-Hövel 1956. S. 21</ref> | * Am [[20. Juni]] wird [[Fritz Freiherr von Twickel]] zu Ermelinghof, Braam, Lettenbruch und Kernebeck, durch den Oberpräsidenten der Provinz Westfalen offiziell zum Ehrenamtmann des Amtes [[Bockum-Hövel]] ernannt. Das Amt Bockum-Hövel war zum 1. April errichtet worden. <ref>Fritz Schumacher, Hartmut Greilich: Bockum-Hövel. Aus Geschichte und Heimatkunde. Bockum-Hövel 1956. S. 21</ref> | ||
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== Religion == | == Religion == | ||
* Nach dem großen Grubenunglück auf [[Zeche Radbod|Radbod]] übersiedelt der evangelische Hilfsprediger Karl Niemann nach Bockum-Hövel.<ref>Zeittafel, zusammengestellt von Pfarrer Hans Witt, Westfälischer Anzeiger vom 18.02.2012</ref> | * Nach dem großen Grubenunglück auf [[Zeche Radbod|Radbod]] übersiedelt der evangelische Hilfsprediger Karl Niemann nach Bockum-Hövel.<ref>Zeittafel, zusammengestellt von Pfarrer Hans Witt, Westfälischer Anzeiger vom 18.02.2012</ref> | ||
* Am [[17. Juni]] wird der [[Evangelische-Kirchliche Bauverein]] gegründet. Den Vorsitz übernimmt Bergassesor Andre. Die Bergwerksgesellschaft sagt 20 000 Mark und einen Bauplatz zu.<ref>Zeittafel, zusammengestellt von Pfarrer Hans Witt, Westfälischer Anzeiger vom 18.02.2012</ref> | * Am [[17. Juni]] wird der [[Evangelische-Kirchliche Bauverein]] gegründet. Den Vorsitz übernimmt Bergassesor Andre. Die Bergwerksgesellschaft sagt 20 000 Mark und einen Bauplatz zu.<ref>Zeittafel, zusammengestellt von Pfarrer Hans Witt, Westfälischer Anzeiger vom 18.02.2012</ref> | ||
== Vereine == | |||
* [[12. Februar]]: Zur Abwehr antisemitischer Bestrebungen gründeten die jüdischen Bürger eine Ortsgruppe ''Hamm und Umgegend'' des Central-Vereins. Zum Vorsitzenden der Ortsgruppe wurde der Rechtsanwalt Dr. Michaelis gewählt. Stellvertretender Vorsitzender war Julius Blumenthal, Schriftführer der Tierarzt Lindemeyer und Schatzmeister der Lehrer der jüdischen Schule Weiler. | |||
== Sport == | == Sport == | ||